Vanina guarrasi kehrt zurück: mafia-katze zwischen asche und wahrheit

Schon wieder steht Vanina Guarrasi im Schatten des Ätna. Die Deputy-Commissioner trägt diesmal nicht nur Kugel und Abzeichen, sondern auch das letzte Geheimnis ihres Vaters – und die Kamera lässt kein Erbarmen.

Giusy buscemi kratzt an der fassade des perfekten cop

Giusy buscemi kratzt an der fassade des perfekten cop

Canale 5 schickt die 44-Jährige ab heute Abend in vier Nächten durch Catanias Gassen, die heißer sind der Lavastein. Regisseur Davide Marengo nennt seine Stadt „ein Herz in Dauerbeben“. Er filmte jede Sekunde so, als würde das nächste Erdbeben gleich die Kamera verschlingen.

Die erste Folge beginnt dort, wo die erste Staffel endete: mit einem Anruf aus dem Gefängnis. Der Mörder des Vaters hat ein letzes Paket adressiert – und Vaninas Team muss sie vor sich selbst schützen. „Ihr Blick wandert ständig zwischen Dienstplan und Familienalbum“, sagt Marengo. „Wir haben keine Helden gemalt, sondern eine Frau, die nachts mit dem Zucken ihrer Waffe einschläft.“

Catania spielt mit. Die Sonne brennt Löcher in die Hemden der Beamten, der Vesperdunst legt sich wie Beweisstücke in die Hinterhöfe. Am Rand jeder Einstellung lauert der Ätna, schwarz und kirschrot zugleich – ein Brocken Magma als Sinnbild für eine Seele, die nie ganz erkaltet.

Buscemi selbst fuhr zwei Wochen vor Drehbeginn Streife mit echten Carabinieri. „Ich wollte riechen, wie Angst riecht, wenn man die Waffe noch im Holster trägt“, sagt sie. Das Resultat: kein einziger Satz klingt nach Polizeiprose. Stattdessen flüstert sie Befehle, als wären sie Gebetstexte.

Die Quote wird entscheiden, ob Italiens nervösester Cop eine dritte Runde bekommt. Doch schon jetzt hat Vanina etwas erreicht, was selten Serien gelingt: Sie lässt den Zuschauer spüren, dass hinter jeder Kugel ein Mensch steht, der verliert – egal, auf welcher Seite er schießt.