Rapid wien drohen harte strafen nach derby-eskalation – geisterspiele möglich
- Der senat 1 berät über die folgen der ausschreitungen im wiener derby
- Teilsperrungen des heimsektors als wahrscheinlichste strafe
- Mögliche strafen im überblick
- Kein punktabzug für rapid wien
- Das spannungsfeld zwischen strafe und prävention
- Polizei zieht bilanz: 117 anzeigen nach dem derby
- Rapid wien reagiert: kontingent für gästebereich wird nicht abgerufen
- Der sportliche tiefpunkt und die stabilität bei austria wien
- Links zu weiteren informationen
Der senat 1 berät über die folgen der ausschreitungen im wiener derby
Am kommenden Montag wird der Senat 1 der Bundesliga über die Konsequenzen der jüngsten Ausschreitungen beim 348. Wiener Derby zwischen Rapid Wien und Austria Wien verhandeln. Die Vorfälle werfen einen langen Schatten auf den Verein und könnten zu drastischen Maßnahmen führen. Besonders im Fokus steht die Frage, ob Geisterspiele angeordnet werden.

Teilsperrungen des heimsektors als wahrscheinlichste strafe
Da Rapid Wien bereits seit den Vorfällen beim 343. Wiener Derby im September 2024 mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe belegt ist, gilt eine Teilsperrung des Heimsektors in den nächsten drei Spielen gegen Top-Gegner (Austria, Salzburg, Sturm Graz und LASK) als sehr wahrscheinlich. Dies wäre eine deutliche Belastung für den Verein und seine Fans.

Mögliche strafen im überblick
Der Senat 1 hat grundsätzlich einen weiten Strafrahmen zur Verfügung. Neben Teilsperrungen und Geisterspielen droht Rapid Wien eine Geldstrafe von bis zu 150.000 Euro. Bundesliga-Vorsitzender Christian Ebenbauer betonte im ORF, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen.

Kein punktabzug für rapid wien
Entgegen anfänglichen Spekulationen wird es keinen Punktabzug für Rapid Wien geben. Bei einer gemeinsamen Klubkonferenz im Juni 2024 wurde beschlossen, dass für schwerwiegiges Fan-Fehlverhalten keine Punkte abgezogen werden. Diese Entscheidung soll die sportliche Fairness gewährleisten.

Das spannungsfeld zwischen strafe und prävention
Christian Ebenbauer sprach im Zusammenhang mit den Sanktionen von einem “Spannungsfeld”. Er betonte, dass Geldstrafen primär die Vereine treffen, während Sektorsperren oder Geisterspiele auch Unschuldige bestrafen. „Das Wichtigste ist im Prinzip die Prävention in der Zusammenarbeit, dass es gar nicht zu den Vorfällen kommt“, so Ebenbauer.

Polizei zieht bilanz: 117 anzeigen nach dem derby
Die Polizei zog nach dem 348. Wiener Derby eine ernüchternde Bilanz: Insgesamt wurden 117 Anzeigen erstattet, davon 21 strafrechtliche und 96 verwaltungsstrafrechtliche. Zudem wurden ein 26-jähriger Fan und eine Polizistin durch Böller leicht verletzt.
Rapid wien reagiert: kontingent für gästebereich wird nicht abgerufen
Als erste Maßnahme hat Rapid Wien angekündigt, das Kartenkontingent für den Gästebereich „bis auf Weiteres“ nicht mehr abzurufen. Dies soll dazu beitragen, zukünftige Eskalationen zu verhindern. Die Sicherheit der Fans und des Personals hat oberste Priorität.
Der sportliche tiefpunkt und die stabilität bei austria wien
Nach dem Derby befindet
sich Rapid Wien in einer sportlichen Krise. Im Gegensatz dazu zeigt sich Austria Wien stabil und hat in den letzten Wochen viel investiert, um die Tabellenspitze zu erreichen. Die Noten zum Spiel spiegeln die unterschiedliche Verfassung der beiden Vereine wider.