Márquez: „ich bin kein superman“ – titelverteidigung in frage?
Sachsenring – Marc Márquez, der unangefochtene König des Sachsenrings, hat bei der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Deutschland eine überraschende Ansage gemacht. Der MotoGP-Weltmeister räumte ein, nicht unfehlbar zu sein und schien sich von den hohen Erwartungen an seine Leistung drücken zu lassen. Ein Satz, der im Lager der Ducatis und Aprilias für Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Die bürde der erwartungen am sachsenring
Die Frage, ob Márquez lieber drei Titel in Serie nehmen, aber nie wieder ein Rennen fahren würde, oder fünf bis sechs Rennen pro Saison, beantwortete der Spanier pragmatisch: „Ein Titel ist ein Titel.“ Doch seine Worte „Ich bin nicht Superman“ lassen Zweifel aufkommen, ob er den immensen Druck, der auf seinen Schultern lastet, wirklich bewältigen kann. Schließlich kennt jeder beim Sachsenring Márquez’ Erfolgsbilanz – eine Bilanz, die bei Nicht-Erfolg prompt als „Desaster“ gebrandmarkt wird.
Die letzten Monate waren nicht einfach, gestand Márquez, der sich vor allem um eine Platzierung auf dem Podium bemüht. Seine Dominanz am Sachsenring ist legendär, doch die Konkurrenz schläft nicht. Jorge Martín (Ducati), Marco Bezzecchi (Aprilia) und sein Markenkollege Fabio Di Giannantonio stellen eine ernstzunehmende Herausforderung dar. „Niemand hat einen klaren Vorteil“, so Márquez, der nach einigen erfolgreichen Wochen wieder Titelchancen sieht – „Vor drei Rennen war ich erledigt. Ich bin wieder im Spiel.“
Die jüngsten Regeländerungen in der MotoGP, insbesondere für Bradl, wurden von Experten als „höchste Eisenbahn“ bezeichnet. Ob diese Anpassungen Márquez’ Chancen zugutekommen werden, bleibt abzuwarten. Währenddessen bleibt der deutsche Motorradsport weiterhin ohne Fahrer am Sachsenring, was als „nicht zufriedenstellend“ kritisiert wurde. Der junge Kratochwil könnte jedoch „ein kleiner Funke am Horizont“ sein.
Die Fans nutzen derweil die App des Veranstalters in Rekordzahlen – über 3 Millionen Sportfans sind bereits online. Und Márquez? Er blickt nach vorne, bereit, sich der Herausforderung zu stellen, auch wenn er zugibt: „Ich bin okay, ich bin gut, aber ich bin nicht Superman.“
