Mario tennis fever: mehr als nur ein aufschlag für die switch 2?
Ein sportler mit hüpfkopf: mario schlägt zurück
Nicht jeder weiß, dass Mario, die Videospiel-Ikone mit über 900 Millionen verkauften Exemplaren und mittlerweile einigen Filmen auf dem Konto, auch ein begnadeter Sportler ist. Golf, Fußball und Tennis gehören zu seinen Lieblingsdisziplinen, und mit Mario Tennis Fever, erhältlich seit dem 12. Februar für die Nintendo Switch 2, liefert er womöglich eine seiner gelungensten Leistungen ab. Das Spiel verspricht Spaß und Herausforderung, doch hält es, was es verspricht?

Die story-modus: ein stolperstein?
Mario Tennis Fever ist erst der dritte Teil der langjährigen Tennis-Reihe mit dem japanischen Klempner, der einen Story-Modus bietet. Doch schon bei der ersten Spielstunde wird klar: Das ist nicht der Hauptanziehungspunkt des Nintendo-Titels. Eher im Gegenteil, der Eindruck entsteht, dass dieser Modus primär dazu dient, den Preis von bis zu 80 Euro in der Bundle-Version zu rechtfertigen – ein stolzer Preis für ein Sportspiel.

Lange lektionen und repetitive kämpfe
Der Story-Modus beginnt mit stundenlangen Tutorials, die selbst in Simulationsspielen in der Regel deutlich kürzer ausfallen. Eine unerklärlich lange Einführung. Der zweite Teil zeigt zwar Einfallsreichtum und Potenzial – dank der sinnvollen Prämisse, des besonderen Kunststils und des sympathischen Settings – reduziert sich aber auf eine einzige Art von Herausforderung: das Besiegen von Bossen durch unzählige Ballwechsel. Der Modus lenkt von den Stärken des Spiels ab und frustriert, indem selbst die Abspann nicht übersprungen werden können.

Auf dem platz: arcade-spaß pur
Doch sobald man das Spielfeld betritt, ändert sich das Bild schlagartig. Mario Tennis Fever ist ein Arcade-Spiel, das genau weiß, was es will, und das erreicht es auch. Das reguläre Gameplay macht Spaß und ist überraschend kompetent. Anspruchsvollere Schläge wie Lob und Stopp erfordern Tastenkombinationen, was selbst Simulationsspiele wie Top Spin nicht immer bieten. Besonders gefallen die Möglichkeit, den Schlägen eine echte Kraft zu verleihen, da die Eingabe sich tatsächlich auf die Ballgeschwindigkeit auswirkt.
Die frenzy-schläge: ein zweischneidiges schwert
Die Frenzy-Schläge sind das zentrale Gimmick des Spiels. Sie funktionieren, solange sie nicht zu oft eingesetzt werden. Bestimmte Schlägertypen mit besonderen Effekten können den Spielverlauf drastisch verändern, aber auch das Chaos auslösen, indem sie die Spielfläche unübersichtlich machen. Sie sind der Preis, den man für einen Arcade-Spaß zahlt, der sowohl im Couch-Koop als auch online Spaß macht und im Einzelspielermodus angenehm herausfordernd ist.
Visuelle glanzleistungen und nintendo-qualität
Die Animationen in Mario Tennis Fever sind schlichtweg spektakulär. Das Spiel ist ein Augenschmaus mit feinen Details: der Schläger, der in der Hand des Charakters rotiert, während er auf den Aufschlag wartet, die Spritzer im Matsch, die Goombas mit dem Ball auf dem Kopf beim Aufschlag (sie haben ja keine Arme). Auch die Videos im Story-Modus sind sehenswert, wenn auch in der Anzahl begrenzt, und erinnern an die Filme, an denen die Große N gerade arbeitet. Nintendo liefert wie gewohnt ab und hinterlässt den Eindruck, dass man für die Switch 2noch einen draufsetzen will.
Fazit: ein spaßiger tennis-ausflug
Mario Tennis Fever ist ein unterhaltsames und kompetentes Tennisspiel, das besonders im Arcade-Bereich überzeugt. Der Story-Modus ist zwar ausbaufähig, aber das Gameplay und die Präsentation machen das Spiel zu einem gelungenen Titel für die Nintendo Switch. Es bleibt zu hoffen, dass Nintendo den Titel mit Post-Launch-Inhalten unterstützt und die Spannung am Leben hält.
