Kompany: psg-sieg schmeckt nach wenig – bayern-trainer fordert feuer!

Paris – Ein furioses Hinspiel, das mit 4:5 endete, eine bittere Gelbsperre für den Trainer und eine gehörige Portion Sarkasmus: Der Champions-League-Abend in Paris war alles andere als gewöhnlich. Vincent Kompany, Coach des FC Bayern, musste die Partie gegen Paris Saint-Germain von der Tribüne aus verfolgen und genoss den Sieg offensichtlich nicht im vollen Maße – zumindest laut eigenen Worten.

Luis enriques neckenschwaden im katakombengang

Luis enriques neckenschwaden im katakombengang

Die Atmosphäre im Prinzenpark war elektrisch, und die Begegnung zwischen Bayern und PSG hielt die Zuschauer in Atem. Während Luis Enrique, der Coach der Franzosen, sich mit Bayern-Assistent Aaron Danks austauschen konnte, kam es nach dem Schlusspfiff zu einer amüsanten Auseinandersetzung zwischen den beiden Trainern in den Katakomben. Enrique konnte sich ein spöttisches Nachfragen nicht verkneifen: „Du saßt auf meinem Platz da oben, oder? Hat es dir gefallen?“ Kompany konterte lächelnd: „Ich mochte es nicht, ich mochte es wirklich nicht.“ Der Moment, begleitet von Gelächter, unterstrich die sportliche Rivalität und den Respekt zwischen den beiden Coaches.

Kompany betonte nach dem Spiel, dass er die Erfahrung von der Tribüne aus als äußerst schwierig empfand. „Die Emotionen unten am Platz sind noch etwas anderes“, erklärte er. Gerade in der Phase, in der seine Mannschaft drohte, auseinanderzubrechen und einen deutlichen Rückstand hinnehmen musste, sei es für ihn von der obersten Tribünenreihe aus schwer gewesen, die richtigen Impulse zu geben.

Doch Kompany zeigte sich auch von der beeindruckenden kämpferischen Leistung seiner Mannschaft angetan. „Wie meine Mannschaft zurückgekommen ist, das habe ich schon ein bisschen genossen im oberen Stock“, gab er zu. Das Neun-Tore-Fest, welches die Partie bot, weckte den Hunger nach mehr. „Ich kann es kaum erwarten“, sagte er mit Blick auf das Rückspiel in München am kommenden Mittwoch, bei dem er auf die bedingungslose Unterstützung seiner Fans zählt.

Er appellierte eindringlich an die Anhänger, nur mit voller Gesundheit zum Rückspiel zu kommen. „Meine einzige Bitte ist: Wenn einer eine Karte gekauft hat und er fühlt sich am Spieltag nicht wohl, dass er zu Hause bleibt und seine Karte weitergibt an die fittesten Leute, die diese Wucht der Allianz-Arena mit 75.000 Zuschauern mitnehmen können.“ Denn Kompany machte eines klar: „Es geht nicht um 2:0, 3:0, 4:0. Es geht darum, dass wir das Spiel gewinnen müssen.“ Der 30. Mai in Budapest, das Finale, bleibt das große Ziel – und die spektakuläre Niederlage in Paris soll dabei kein Hindernis darstellen.