Ilary blasi kehrt zurück: promi-schlacht startet bei canale 5
17. März, 20.30 Uhr: Die rote Tür der Glashaus-Villa geht auf, und Ilary Blasi betritt wieder den Raum, den sie 2018 verließ. Diesmal wartet kein Royal-Interview, sondern ein Käfig voller italienischer Twitter-Queens, Alt-Minister-Töchter und TikTok-Revoluzzer. Wer zündet zuerst das Feuer im TV? Die Antwort liefert schon der Vorspann.

Das who-is-who der neuen promi-quarantäne
Antonella Elia schleppt drei Koffer voller Gräben aus den 90er-Soaps mit und behauptet, sie habe „nichts zu verlieren“. Gleicher Flur, andere Ecke: Alessandra Mussolini bringt eine parlamentarische Lautstärke mit, die schon die ersten Schlafzimmer-Wände erschüttert. Dazwischen platziert sich GionnyScandal, der Rapper, dessen letzter Hit auf YouTube 22 Millionen klickte – genug, um seine Mutter draußen zu halten, nicht aber die Spionage-App im Handy.
Adriana Volpe, Moderatorin mit Sunrise-Gewohnheit, muss jetzt selbst den Sonnenaufgang erleben – ohne Teleprompter. Dario Cassini, ehemaliger „uomini e donne“-Verführer, testet seine Sprüche an Paola Caruso, während Tanzprofi Raimondo Todaro schon die Küche umfunktioniert, um Choreographie zu betreiben. Die Kamera registriert jeden Schritt, das Mikro jede Floskel. Im Schnitt 42 Schnitte pro Minute, so schnell dreht sich die Stimmung.
Die Quote? Die letzte Staffel startete mit 23 % Marktanteil, kippte aber bei Tag 40. Mediaset hat deshalb diesmal die Pre-Show um fünf Tage vorgezogen, damit sich die Kandidaten vorab gegenseitig zerfleischen und das Publikum schon Wetten abschließen kann. Die erste Prime-Time-Live-Schaltung verzeichnete laut Auditel 3,8 Millionen Zuschauer – ein Drittel mehr als der Durchstich vor Jahresfrist.
Was bedeutet das für den Rest der Fernsehlandschaft? Sky Italia verlegt seinen Champions-League-Konferenzschaltpunkt um eine Viertelstunde, Rai 2 fliegt die zweite „Doc – Nelle tue mani“-Wiederholung raus. Der Kampf um die Couch wird zur Glotz-Physik: Wer die Werbeblöcke nicht schneidet, verliert. Und die Influencer draußen? Die streamen parallel von der After-Show-Party, um sich ein Stück der TV-Beute abzuknabbern.
Ilary Blasi selbst kassiert für die Moderation laut Branchenkreisen 40.000 Euro pro Abend – ein Gehalt, das sich in 24 Stunden amortisiert, wenn die Marke „Grande Fratello“ wieder die Twitter-Trends dominiert. Denn das ist die Rechnung: Je lauter das Geschrei im Haus, desto ruhiger fließt die Werbebudget-Kasse. Und wer jetzt denkt, das sei nur Trash, hat noch nicht gesehen, wie schnell aus Trash Cash wird. Die achte Staffel spült bislang 62 Mio. Euro brutto in die Kassen von Mediaset. Die neunte? Die könnte die 70 knacken, bevor die erste Träne fällt.
