Handball-stars stürmen jokos show: späth und schluroff testen tv-glück

David Späth und Miro Schluroff tauschen Kreislauf gegen Kamerateam. Der WM-Torhüter und der Rückraum-Shooter flitzen am Montag zu ProSieben – und damit ins Reich von Joko & Klaas. Kein Training, kein Kreis, dafür Show-Licht.

Von der couch direkt ins rampenlicht

Von der couch direkt ins rampenlicht

„Ich hab die Jungs früher auf der Couch verfolgt“, lacht Späth, als wäre das ein Freistoß in letzter Sekunde. „Jetzt sitz ich selber in ihrer Sendung. Irre.“ Schluroff nickt, während er seine Handgelenke einbändigt – nicht für Kreislaufduelle, sondern für Quizduelle. Die ARD-Glotzzeit ist vorbei, jetzt kommt Prime-Time.

ProSieben unterschreibt frisch als Medienpartner beim Deutschen Handball Bund. Ein Pakt aus Reichweite und Rasanz. „Die Nachfrage nach unseren Spielern explodiert auf Social Media“, erklärt Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton. „Wir liefern eben nicht nur Tore, sondern auch Gesichter.“ Zahlen sprechen mit: Seit Januar folgen 120 000 neue User dem DHB-Kanal – ein Plus von 38 Prozent.

Doch vor Lachen kommt Leiden. Sonntag 15.30 Uhr, Bremen, noch einmal richtig schwitzen. Gegner Ägypten, Afrikameister, athletisch wie Springböcke. Das erste Duell gewann Deutschland 41:38 – mit sieben Toren Vorsprung, aber auch mit sieben Minuten Katerphase. „Wir wollen die Serie“, fordert Gislason. „Wer’s nicht abräumt auf dem Feld, kriegt’s auch nicht in die Kamera gereicht.“

Die Handballer wissen: Ein Auftritt bei Joko & Klaas kann Quoten bringen, aber nur Titel bringn Ruhm. Späth grinst dennoch: „Wenn ich meine Story erzähle – vom kleinen Jungen auf der Couch zum Nationalkeeper –, vielleicht holt das ja ein paar Kids vor die Halle.“ Die Kameras rollen, die Uhren laufen. Erst Show, dann Showdown.