Gialappashow 2026 startet heute: maccio capatonda zurück, jovanotti eröffnet

Um 21.30 Uhr schlägt TV8 die Tür zur irresten Comedy-Saison Italiens auf. GialappaShow kehrt mit einem Cast zurück, der selbst eingefleischte Satire-Fans blinzeln lässt.

Mago forest und ein co-moderator pro folge

Der Plan klingt simpel, wirkt aber wie ein Turbo: Mago Forest führt durch die Sendung, doch jede Woche steht ihm ein anderer Star zur Seite. Den Auftakt macht Jovanotti – und der erzählt live, wie er als Kind mit dem Papa den Giro d’Italia schaute und dabei Songs auf dem Hometrainer schrieb.

Parallel dazu lanciert Maccio Capatonda seinen Crime-Podcast „Storie male“. Statt trockener Kriminalistik liefert er historische Delikte durch die bissige Linse des Sandro Sgruffa. Satire, die kratzt.

Neue masken, alte hasen

Neue masken, alte hasen

Brenda Lodigiani schlüpft in ihre traurige Sängerin Bereguarda und parodiert Silvia Toffanin im Segment „Vererrimo“. Valentina Barbieri lässt Sabrina Ferilli in einer fiktiven Serie hinter den Kulissen platzen, während Michela Giraud eine Abendrealschule aufmischt – „A’ Vicepreside“ nennt sich der Schauplatz.

Giulia Vecchio erweitert ihr Repertoire um eine schrill-überdrehte Iva Zanicchi und behält ihre kultigen Imitationen von Milly Carlucci sowie Elettra Lamborghini im Programm. Ema Stokholma moderiert eine Fake-Talkrunde, in der ein skurriler Gino Castaldo ungefiltert vom Leder läuft.

Gigi verwandelt sich in einen Roberto Saviano, der keine Märchen erzählt, sondern Albträume liefert. Ross schreibt als Francesco Gabbani neue Texte voller kalter Kalauer. Giovanni Vernia wird zum Jovanotti-Double, Ubaldo Pantani wechselt zwischen Pier Silvio Berlusconi und Gineprio – letzterer erhält sogar ein Spin-off.

Musik und neue rubriken

Musik und neue rubriken

Die Band Neri per Caso und Maestro Vittorio Cosma untermalen jede Folge mit einer variablen Titelmelodie – los geht’s mit den Flintstones. Dazu gesellen sich „Sensualità a Corte“ mit Marcello Cesena und Simona Garbarino sowie die Gruppentherapie-Parodie, in der Alessandro Tiberi als Psychologe durchdreht.

Pechino Express bekommt ein satirisches Gegenstück: Matteo Salvini und sein „Portaborse“ durchqueren eine Fake-Wildnis, geleitet von einem pseudo- aristokratischen Costantino della Gherardesca. Victoria Cabello fungiert als „malus“, der Quoten-Gegner.

Stefano Rapone widmet sich dem „Tattoo Tour“, Toni Bonij serviert türkische Seifenopern in Minutenschnitt, Edoardo Ferrario zitiert als Aldo Cazzullo die Geschichte neu. Carlo Amleto rundet das Ensemble ab.

Gezeigt wird die Premiere simultan auf TV8, Sky und der Streaming-Plattform NOW. Die Zuschauerzahlen der Vorjahresstaffel lagen laut Banijay Italia stabil bei über einer Million – ein Wert, der heute aller Voraussicht nach übertroffen wird.

Wer glaubt, Satire könne nicht mehr provozieren, wird heute Abend eines Besseren belehrt. GialappaShow schickt sich an, das politische und mediale Italien aufs Kreuz zu legen – und liefert dabei die höchste Dichte an Pointen seit Jahren. Einschalten lohnt sich, wegzappen ist keine Option.