Game pass: microsoft dreht überraschend zurück – doch es gibt einen haken

Ein halbes Jahr nach der letzten Preiserhöhung macht Microsoft beim Xbox Game Pass überraschend einen Rückzieher. Asha Sharma, die neue CEO, nimmt sich die Sache offenbar anders vor als ihr Vorgänger. Doch der vermeintliche Lichtblick für Gamer wird durch eine wichtige Neuerung getrübt.

Neuer preis, weniger spiele: die anpassungen im detail

Die Xbox-Anhängerschaft hatte sich im Oktober 2023 über die Preiserhöhungen des Game Pass geärgert. Jetzt scheint Microsoft auf die Kritik zu reagieren. Die Ultimate-Version des Abonnements wird ab sofort günstiger – monatlich sind es nur noch 21 Euro statt bisher 27 Euro. Die Essential- und Premium-Varianten bleiben preislich unverändert bei 9 Euro bzw. 13 Euro. Auch der PC Game Pass profitiert mit einer Reduzierung von 15 auf 13 Euro pro Monat.

Doch es gibt einen entscheidenden Wermutstropfen: Neue Call-of-Duty-Titel werden nicht mehr wie gewohnt ab dem ersten Tag im Game Pass verfügbar sein. Stattdessen müssen Gamer nun etwa ein Jahr warten, bis die aktuellen Ableger in den Katalog aufgenommen werden. Ein Schritt, der bei vielen Fans für Unverständnis sorgen dürfte.

Asha sharmas erster großer akt: ist das der turnaround?

Asha sharmas erster großer akt: ist das der turnaround?

Diese Anpassungen sind einer der ersten großen und öffentlichkeitswirksamen Schritte der neuen Xbox-Chefin Asha Sharma. Gerüchten zufolge sollen die Änderungen bereits intern angekündigt worden sein. Sie scheint die Notwendigkeit zu erkennen, das Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere auf der teuersten Ultimate-Stufe, zu verbessern. Sharma übernahm im Februar das Zepter von Phil Spencer, der überraschend zurückgetreten war. Ihre drei Kernziele – “Großartige Spiele, die Rückkehr von Xbox, die Zukunft des Spielens” – scheinen nun konkrete Gestalt anzunehmen.

Die Frage ist, ob Sharma und Xbox tatsächlich einen Turnaround schaffen können. Der Mitgründer Seamus Blackley äußerte kürzlich Zweifel und bezeichnete sie als “Palliativärztin”, die ein Konsolenunternehmen am Rande des Abgrunds übernehme. Seine größte Sorge gilt der zunehmenden Vereinnahmung durch künstliche Intelligenz. Ob Sharma diese Befürchtungen entkräften und den Game Pass wieder zu einem echten Zugpferd machen kann, bleibt abzuwarten. Die ersten Schritte sind jedenfalls gesetzt, auch wenn sie mit einem bitteren Nachgeschmack verbunden sind. Die Gaming-Community wird die Entwicklung genau beobachten.