Elordi verändert sich mit jedem film: so baut sich der star einen neuen körper
Jacob Elordi verschlingt keine Rollen – er verschlingt sich in sie. Für Guillermo del Toros Frankenstein musste der Australier 15 Kilo Muskeln aufbauen, dann wieder abspecken, nur um in der nächsten Produktion fast androgyn zu wirken. Sein Geheimnis: ein Ernährungsplan, der sich wie ein Drehbuch liest.
Die diät als zweite haut
„Ich esse, was die Figur braucht, nicht was Instagram trendet“, sagte Elordi auf dem Roten Teppich in Los Angeles. Während andere Schauspieler sich von Kalorienzählen treiben lassen, arbeitet der 27-Jährige mit Periodisierung: sechs Wochen Disziplin, zwei Wochen Bourdain-Philosophie – Hamburger, Bier, Nächte voller Pasta in Melbourne.
Das Ergebnis: ein Körper, der sich auf Kommando verändert. Für Saltburn reduzierte er auf 8 % Körperfett, ließ dabei aber die Schultern breiter wirken, um die aristokratische Gier des Felix zu unterstreichen. Drei Monate später, auf den Sets von Euphoria, wirkte seine Haut fast durchsichtig – das Produkt einer Fastenpause, die seine Augenringe tiefer werden ließ.

Muskelgedächtnis statt magersucht
Elordis Coach verrät: „Wir trainieren nicht einfach, wir inszenieren.“ Jede Rolle bekommt ein eigenes Kraftprofil. Die Kreatur in Frankenstein etwa brauchte eine Brust, die nach Wiedergeburt aussah – breit, aber nicht bodybuilder-trocken. Also wechselte das Team zwischen Hypetrophi- und Myofibrillen-Reizen alle 72 Stunden. Das Protein kam nicht aus Shakes, sondern aus magerem Kanguru-Fleisch, das Elordi sich direkt aus Sydney liefern lässt.
Die Cheat-Days sind dabei kein Marketing-Gag. Sie dienen der Leptin-Reaktivierung, um den Stoffwechsel wach zu halten. Ergebnis: Der Bierbauch von gestern ist morgen ein Sixpack – ohne Jojo-Effekt.
Die kamera lügt nie – und elordi auch nicht
Während andere Stars ihre Transformationen in teure Dokumentationen verpacken, lässt Elordi die Bilder für sich sprechen. Keine Sponsoren-Deals, keine Teleshopping-Supplements. Nur ein Schauspieler, der seinen Körper so flexibel behandelt wie seine Stimme. Die Akademie hat das erkannt: Frankenstein ist für 2026 in fünf Kategorien nominiert – darunter „Beste Hauptrolle“.
Für den nächsten Film hat er sich bereits wieder zugenommen: 20 Kilo, keine Muskeln, nur Weichheit. „Ich will aussehen, als hätte das Leben mich vergessen“, sagt er und bestellt zum Nachtisch einen doppelten Cheesecake. Die Maschine läuft. Und die Waage ist nur noch Nebendarsteller.
