Ekelhaftes millionen-quiz: 86-jährige rettet sich mit telefonjoker!
Ostermontag im „Wer wird Millionär?“ Studio – und eine Szene, die zeigt: Fußballherz schlägt in den unerwartetsten Brustkörben. Elisabeth Jakubowski, 86 Jahre jung, stand vor der Frage nach dem xG-Wert und schien kurz den Verstand zu verlieren. 32.000 Euro lagen auf dem Spiel, nachdem sie bereits 16.000 Euro erspielt hatte – ein Fehltritt hätte sie auf 500 Euro zurückgestuft.
Die frage, die deutschland spaltete
Günther Jauch präsentierte die Frage: „Wobei wird immer häufiger der sogenannte xG-Wert analysiert?“ Die Antwortmöglichkeiten: Vorsorgeuntersuchungen, Fußballübertragungen, Musikcharts und Lottoziehungen. Ein Rätsel für die meisten, aber für eingefleischte Fußballfans ein Kinderspiel. Jakubowski, bekannt für ihre schlagfertigen Kommentare und den lockeren Umgang mit dem Gastgeber, gab offen zu: „Ich weiß es nicht.“ Ein Moment der Stille, gefolgt von Gelächter im Publikum.
Der Telefonjoker – ein Lebensretter Jakubowski, die zuvor immer wieder mit Jauch neckte und für ausgelassene Stimmung sorgte, entschied sich für den Telefonjoker, Christian Brans-Schreckeneder, Chefredakteur beim WDR. Doch auch dieser Joker war nicht ganz sicher: „Ich würde sagen Vorsorgeuntersuchungen, aber ich bin mir nicht hundertprozentig sicher. Ich sage Vorsorge.“ Ein zweiter Joker musste her!

Die rettung durch den zusatzjoker
Im Publikum meldete sich Henning Grupe, der später selbst auf dem Millionärs-Stuhl Platz nehmen sollte, und brachte das fehlende Puzzleteil: „Es gibt mittlerweile den sogenannten ‚Expected-Goals-Wert‘.“ Er erklärte präzise: „Dort wird statistisch erhoben, mit welcher Wahrscheinlichkeit welches Team ein Tor schießt.“ Ein Schluck Eierlikör zur Beruhigung – „Es gibt bessere“, kommentierte Jakubowski amüsiert – und dann die Entscheidung: Der Zusatzjoker verriet die korrekte Antwortmöglichkeit B, „Fußballübertragungen“.
Die gebürtige Rentnerin bewies nicht nur ein glückliches Händchen, sondern auch, dass Fußballleidenschaft das Alter nicht kennenlernt. Offiziell definiert bundesliga.de den xG-Wert als „Modell, das die Chance auf das Tor wirklich zeigt und für jeden Abschluss anhand mehrerer Faktoren einen Wert berechnet.“
Am Ende konnte Elisabeth Jakubowski stolze 64.000 Euro, einen Strauß Blumen und einen Osterhasen mit nach Hause nehmen. Als älteste Kandidatin überhaupt in der Geschichte von „Wer wird Millionär?“ hat sie bewiesen, dass man auch mit 86 Jahren noch für Überraschungen sorgen kann – und dass selbst die kniffligsten Fragen mit einem bisschen Glück und einem guten Joker gelöst werden können. Der Tag zuvor hatte Reiner Spänkuch, 91 Jahre jung und Volunteer beim Bundesligisten RB Leipzig, für einen weiteren außergewöhnlichen TV-Auftritt gesorgt.
