Doppelte dosis „forbidden fruit“: canale 5 flutet den donnerstag mit türkischem seifenklatsch
Mailand, 12. März 2026 – Mittags um 14.15 Uhr, abends ab 21.55 Uhr: Wer heute den Fernseher einschaltet, kommt an Canale 5 nicht vorbei. Der Sender schickt die türkische Daily „Yasak Elma“ (im deutschen Vertrieb „Forbidden Fruit“) mit zwei frischen Folgen in den Ring – und setzt damit auf bewährte Formel: Je mehr Intrigen, desto höher die Einschaltquote.

Ein babytausch, der alles auf den kopf stellt
Yildiz hat es herausgefunden: Ihr Neugeborenes wurde im Krankenhaus getauscht. Was sie nicht weiß: Kein Versehen, sondern Sahikas kalkulierter Coup. Ender spürte die Tauschfamilie auf, Yildiz flog nach Australien, kehrte mit dem leiblichen Sohn zurück und bewies Halit die Vaterschaft. Er lädt sie ein, bei ihm einzuziehen – sie lehnt ab. Erim staunt über seinen neuen Halbbruder, Sahika kocht vor Wut über ihr gescheitertes Manöver. Drehbuchschreiber könnten nicht erfinden, was hier die Realität liefert.
Die internationale Version zählt 499 Folgen à 45 Minuten, sechs Staffeln. In Italien läuft gerade die dritte. Die Doppelausstrahlung heute bringt die Zuschauer auf Stand 247 und 248 – genug Stoff, um bis spät in die Nacht zu diskutieren, wer wem wann den nächsten Dolch in den Rücken dreht.
Parallel dabei liefert Mediaset Infinity die Folgen zum Nachschlagen. Die Strategie ist klar: lineares Fernsehen für den Massenmarkt, Streaming für die Binge-Watcher. So landet die türkische Seifenoper gleich in zwei Vermarktungskanälen – und das Studio kassiert doppelt.
Die Einschaltquoten der vergangenen Woche zeigen: „Forbidden Fruit“ zieht im Schnitt 2,8 Millionen Italiener vor den Bildschirm. Die Toleranz für repetitive Plot-Twists scheint unbegrenzt. Wer heute Nachmittag bei 14.15 Uhr einschaltet, bekommt die Vorschau auf den Prime-Time-Kracher – ein Cross-Promotion-Modell, das Canale 5 immer öfter fährt.
Für Sportfans ein Trost: Zwischen Babytausch und Halbwahrheiten läuft um 20.30 Uhr immerhin noch „La Ruota della Fortuna“. Danach geht’s zurück ins türkische Beziehungschaos – und keiner fragt mehr nach dem wahren Gewinner. Die Quote spricht für sich: Das Spiel gewinnt, wer lügt.
