Betim fazliji steigt wieder ein: nach doppelem kreuzbandriss die nächste chance
13 Monate nach seinem zweiten Kreuzbandriss zieht Betim Fazliji seine Schuhe wieder scharf: Am Samstag läuft der 26-Jährige erstmals seit dem Albtraum von Lausanne wieder in einem Pflichtspiel auf – diesmal für die U-21 des FC St. Gallen in der 1. Liga Classic.
Lausanne war nur acht minuten lang das paradies
Den 22. Februar 2025 wird Fazliji nie vergessen. Erst fünf Spiele hatte er nach seinem ersten Kreuzbandriss absolviert, erstmals wieder in der Startelf, dann riss das zweite Band. Die Frist: acht Minuten. Danach Monate der Fragen, der Reha, der Stille.
Die Zeitungen schrieben „Doppelschock“, die Mediziner sprachen von „seltenem Pech“. Der Defensivmann selbst sagte nur: „Ich werde zurückkommen, egal wie.“ Dieses Versprechen gibt er sich seit 399 Tagen jeden Morgen selbst ab.

St. gallen plant noch vorsichtig mit dem comeback-mann
In der Super League ist der FC St. Gallen noch nicht soweit. Cheftrainer Enrico Maaßen will den Linksverteidiger „Schritt für Schritt“ heranführen. Die U-21 ist dafür die perfekte Spielwiese: weniger Druck, mehr Ballkontakte, dieselbe Grünfläche.
Scouts aus der Raiffeisen Super League blicken trotzdem genau hin. Fazlijis Vertrag läuft 2026 aus, ein Leistungsnachweis könnte die Verhandlungsmasse verändern. Der Klub zahlt weiterhin volles Gehalt, investiert also weiter Vertrauen – und wartet auf Rendite.
Die Fans haben bereits eine Choreo vorbereitet. „Beton-Tank“ steht auf einem Spruchband, eine Anspielung auf Fazlijis Spitznamen und seine unbeirrbare Art. Falls er am Samstag in der 60. Minute eingewechselt wird, dürfte das Kyburg kochen.
Die Bilanz bleibt hart: zwei Kreuzbände, 13 Monate Pause, null Super-League-Minuten seit Februar 2025. Die Botschaft ist dennoch klar – Fazliji ist zurück auf dem Rasen, und wer ihn kennt, weiß: er lässt sich nicht ein zweites Mal so schnell aus der Bahn werfen.
