Berrettini demoliert medvedev – sensation in monte carlo!

Monte Carlo bebte Tennisgeschichte, als Matteo Berrettini den Weltranglistenzehnten Daniil Medvedev in einem geradezu surrealen Duell in nur 50 Minuten mit 6:0, 6:0 vernichtete. Ein "Doppeldebel" – Berrettini hat noch nie einem Gegner einen solchen Kantersieg beigebracht, und für Medvedev ist es die schlimmste Niederlage seiner Karriere. Die Frage, die nun allen auf den Lippen liegt: Kann Berrettini diesen Schwung mitnehmen und in den kommenden Runden bestehen?

Ein auftakt, der täuschte: die ersten minuten

Das Spiel begann vielversprechend. Berrettini ging im ersten Spiel mit 30:0 in Führung, verpatzte es dann aber mit einem unglücklichen Rückhand-Fehler. Es folgte eine nervenaufreibende Phase mit Breakbällen, die jedoch von beiden Spielern abgewehrt wurden. Doch diese anfängliche Spannung sollte die einzige sein, die das Match bot. Von diesem Moment an verschwand Medvedev förmlich vom Platz.

Medvedevs mentaler kollaps: eine vorstellung vom horror

Medvedevs mentaler kollaps: eine vorstellung vom horror

Die folgenden Minuten waren von einer beispiellosen Abfolge von Fehlern geprägt. Medvedev schien mental komplett abgebaut zu sein. Fehlschläge im Aufschlag, haarsträubende Rückhand-Fehler, Doppelfehler – ein Spiel, das an einen Albtraum erinnerte. Berrettini hingegen bewies eine beeindruckende mentale Stärke, ließ sich nicht von diesem ungewöhnlichen Schauspiel ablenken und hielt seine Konzentration hoch. Er nutzte Medwedews Fehler geschickt aus, blieb sicher im Aufschlag und setzte seinen Rückhand in die Ecken mit Präzision ein. Der erste Satz ging in lediglich 26 Minuten an Berrettini, und der zweite Satz setzte diesen dramatischen Trend fort.

Wutentladung und das aus: fonseca im viertelfinale

Wutentladung und das aus: fonseca im viertelfinale

Bereits im zweiten Spiel des zweiten Satzes geriet Medvedev erneut in Schockstarre. Nach einem weiteren vergebenen Aufschlag explodierte er förmlich. Rakete auf den Boden, ein Schläger gegen die Planen – er zerstörte seinen Schläger in einem Anfall von Frustration, während das Publikum amüsiert „Olé“ rief. Diese Szene verdeutlichte den kompletten mentalen Zusammenbruch des Russen. Berrettini ließ sich davon nicht beeindrucken und vollendete den Sieg mit einem weiteren 6:0. Er trifft nun im Viertelfinale auf Fonseca, der Rinderknech ausgeschaltet hat.

Berrettini beendete das Spiel mit einem Augenzwinkern: Er schrieb „Scusa Carlo V.“ auf die Kamera – eine humorvolle Botschaft an seinen Freund Carlo Verdone, der Medvedev unterstützt. Damit feiert Berrettini nicht nur einen wichtigen Sieg, sondern auch seine Rückkehr in die Top-Form. Nach einem Jahr, in dem er seinen Status in den Top 100 gefährdete, zeigt er nun, dass er wieder zu den besten Tennisspielern der Welt gehört. Die Frage ist: Kann er diesen Schwung mitnehmen und den Titel in Monte Carlo gewinnen?