Becker hängt die schuhe an: abschied vom trainer-zirkus!
Schock in der Tenniswelt: Boris Becker, die deutsche Tennislegende, hat seine Trainerkarriere beendet. Die überraschende Ankündigung erfolgte im Rahmen der Laureus World Sports Awards und beendet damit eine Ära, die von Triumphen und Krisen geprägt war.

Ein blick zurück auf eine glanzvolle karriere
Der 58-Jährige, der einst selbst die Welt im Tennis dominierte, hat in seiner Trainerlaufbahn einige der größten Namen des Sports betreut. Allen voran Novak Djokovic, mit dem er sechs Grand-Slam-Titel feierte und eine Ära des Tennis dominierte. Doch die Zeit des Erfolgs währte nur drei Jahre, bevor sich die Wege der beiden trennten. Djokovic befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer sportlichen Krise und suchte einen Neuanfang.
Becker betonte, dass der Grund für seinen Rücktritt vielfältig sei. Der Familienzuwachs nehme ihm viel Zeit weg, und er habe andere berufliche Pläne. „Ich möchte keine Namen nennen, aber ich wurde oft gefragt, ob ich zurückkehren möchte, habe aber abgelehnt“, so Becker, der sich nun verstärkt dem Medienbereich widmen will, in dem er bereits als Experte tätig ist.
Die anderen beruflichen Pläne sollen mehr zum Medienbereich tendieren, in dem er schon seit Längerem als Experte im Einsatz ist. „Das könnte ich nicht tun, wenn ich wieder als Coach in Vollzeit arbeiten würde“, erklärte er.
Auch wenn Becker die Rolle des Full-Time-Trainers ruhen lässt, schließt er eine Beratung nicht grundsätzlich aus. „Ich habe immer gesagt, dass ich offen für Telefonanrufe bin, wenn mich jemand von den Jungs anrufen will“, betonte er. Becker wird sein Fachwissen weiterhin zur Verfügung stellen, allerdings im Verborgenen und ohne erneute Einsätze auf dem Trainingsplatz.
Die Zusammenarbeit mit Djokovic war zweifellos ein Höhepunkt in Beckers Karriere. Von 2013 bis 2016 katapultierte er den Serben an die Spitze des Weltennis, und die beiden entwickelten sich schnell zu einem unschlagbaren Team. Doch die sportliche Krise Djokovics führte letztendlich zur Trennung. Eine Trennung, die nun den endgültigen Abschied von der Trainerkarriere Beckers besiegelt.
Becker hat sich entschieden und blickt nun in die Zukunft. Eine Zukunft, die weniger von Trainerkameraden und mehr von Mikrofonen und Kameras geprägt sein wird. Ein Abschied, der viele Fragen aufwirft, aber auch eine neue Ära im Leben der Tennisikone einläutet.
