Ayari stiehlt die show: schweden feiert wm-sieg gegen tunesien!

Ein Traum wurde wahr: Yasin Ayari hat Schweden am ersten Spieltag der WM gegen Tunesien zum umjubelten 5:1-Erfolg geführt. Der 22-Jährige traf nicht nur, sondern dominierte das Spielgeschehen und katapultierte sein Team ins Rampenlicht. Ein Abend, den er – und die schwedischen Fans – so schnell nicht vergessen werden.

Emotionaler auftritt mit doppelter wirkung

Ayari, der neben tunesischen auch marokkanische Wurzeln hat, erzielte die Tore des Spiels: ein präziser Schuss in der 7. Minute und ein weiterer in der Nachspielzeit (90.+6). Dabei ließ er sogar etablierte Stars wie Alexander Isak und Viktor Gyökeres, die ebenfalls trafen, in den Schatten. Der Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion spielte sich damit nicht nur ins Herz der schwedischen Fans, sondern auch in die Aufmerksamkeit der internationalen Fußballwelt.

Was niemand so recht erwartet hatte: Ayari verzichtete nach seinem frühen Führungstreffer auf überschwängliche Jubelarien und entschuldigte sich stattdessen mit hochgehaltenen Händen. Der Grund: Eine sensible Familiengeschichte. Sein Vater Azzouz hatte ihm vor einigen Jahren geraten, für Schweden zu spielen, obwohl er auch von Tunesien umworben wurde.

„Es war sehr emotional, gegen Tunesien zu spielen, ein Land, für das ich so viel empfinde“, erklärte Ayari im Interview mit SVT. „Sie haben mich aufgenommen und gefördert. Ich habe das Gefühl, Schweden etwas zurückzugeben.“ Ein Statement, das die tiefe Verbundenheit des jungen Sportlers zu beiden Ländern verdeutlicht.

Potters glücksgriff: ayari blüht unter dem neuen trainer auf

Potters glücksgriff: ayari blüht unter dem neuen trainer auf

Trainer Graham Potter, der im Oktober 2025 übernahm und Schweden über die Playoffs zur WM führte, scheint den kreativen Kopf optimal zu fördern. „Er hat mich gebeten, so zu spielen, wie ich es gerne tue“, so Ayari. „Wenn ich ungezwungen spiele, zeige ich meine beste Leistung.“ Und das bewies er am Sonntagabend eindrucksvoll, mit einem wuchtigen Distanzschuss und einem weiteren sehenswerten Treffer aus der Ferne. Der Sieg gegen Tunesien war der höchste WM-Erfolg Schwedens seit 1938, als man Kuba mit 8:0 bezwang.

Die K.o.-Runde ist für Schweden, Viertelfinalist von 2018, nun in greifbarer Nähe. Das entscheidende Spiel gegen die Niederlande am Samstag in Houston wird zeigen, ob die Mannschaft um Ayari und Potter ihren Erfolgsweg fortsetzen kann. Mit einem starken Ayari im Zentrum und einem gut funktionierenden Sturm kann Schweden durchaus ein Wörtchen um den WM-Titel mitreden.