Union zerstört paulis letzte hoffnung: 3:1 im alten försterei-kessel
Der 1. FC Union hat den FC St. Pauli am Ostersonntag mit einem 3:1 (2:0) in die 2. Bundesliga zurückgeschossen. Die Köpenicker bauten ihre Heimmacht gegen die Kiezkicker auf zehn ungeschlagene Spiele aus und haben nun zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Die Hamburger dagegen rutschen auf Platz 17 ab und müssen um den direkten Klassenerhalt zittern.
Baumgart feiert 50. spiel mit roter himmel-atmosphäre
Steffen Baumgart, der vor 14 Monaten als Retter in der Not nach Köpenick zurückkehrte, durfte seinen 50. Pflichteinsatz auf der Bank mit Jubel beenden. Die Anhänger sangen nach dem Schlusspfiff „Nie mehr 2. Liga“, während die Paulianer ihr Auswärtsende in Tränen auflösten. Der Coach rotierte nach der 0:4-Demontage in München auf fünf Positionen – und wurde belohnt.
Diogo Leite, Woo-Yeong Jeong, Andras Schäfer, Oliver Burke und Andrej Ilic spielten von Beginn an, statteten Union mit Tempo und vertikaler Direktheit aus. Bereits nach sieben Minuten köpfte Ilic die Berliner Führung aus kurzer Distanz. Burke erhöhte kurz vor der Pause mit einem Linksschuss aus 16 Metern. Nach dem Seitenwechsel verkürzteKaars per Foulelfmeter, doch Schäfer schloss einen Konter in der 84. Minute zum Endstand ab.

Paulis befreiungsschlag bleibt aus
St. Pauli wirkte ideenlos, die Viererkette um Dzwigala und Wahl hatte permanent Löcher. Trainer Fabian Hürzeler war nach der Partie sichtlich mitgenommen: „Wir haben alles versucht, aber Union war heute einfach eine Nummer zu groß.“ Die Kiezkicker müssen nun in den letzten fünf Spielen mindestens sieben Punkte holen, um die Relegation zu vermeiden. Die nächsten Gegner: Heidenheim, Wolfsburg und Bochum – alles Teams, die ebenfalls unten mitmischen.
Für Union beginnt dagegen die Mini-Serie gegen das untere Tabellendrittel. Nach dem Sieg gegen Pauli folgen Heidenheim (18.) und Wolfsburg (17.). Sollte Baumgart auch diese Partien gewinnen, wäre der Klassenerhalt vorzeitig perfekt. Sportchef Oliver Ruhnert ließ nach dem Spiel durchblicken: „Unser Ziel war immer der 40-Punkte-Marke. Mit 42 Zählern können wir nun endlich durchatmen.“ Die Alte Försterei tobte, als die Fans „Berlin, Berlin“ skandierten – und meinten damit erstmals seit Jahren die Bundesliga.
