Letzter deutscher: altmaier kämpft allein, hanfmann scheitert an darderi
Yannick Hanfmann ist raus. Daniel Altmaier bleibt. Mit dem 6:7, 5:7 gegen Luciano Darderi endet im Hamburger Rothenbaum nicht nur die Mission des 34-jährigen Karlsruhers, sondern auch die Hoffnung auf ein deutsches Halbfinale im Doppelpack.
Hanfmann verballert drei satzbälle – darderi zieht den stecker
Der erste Satz war ein Minenfeld. Hanfmann schlug sich aus 1:4, holte auf, hatte im Tiebreak drei Mal die Chance zur Führung – und verpasste alle. Darderi, seit Rom in Topform, schlug zurück. Der zweite Durchgang verlief wie ein Boxkampf auf Sand: beide auf Augenhöhe, beide mit klappernden Knien. Bei 5:5 schlug Darderi zu, nutzte seinen zweiten Matchball. Hanfmann fluchte, schüttelte dem Italiener die Hand, verabschiedete sich mit einem bitteren Lächeln.
Der Karlsruher hatte sich zuvor in drei Sätzen gegen das 19-jährige Talent Max Schönhaus durchgebissen – ein kleines Ausrufezeichen gegen die eigene Frühjahrsform. Doch gegen Darderi, der ihn schon im März im Finale von Santiago de Chile aus dem Turnier warf, reichte diesmal wieder nichts. Die Bilanz: 0:2 gegen den Südtiroler in diesem Jahr.

Altmaier trifft auf paul – letzte deutsche karte
Am Donnerstag steht Daniel Altmaier allein im Scheinwerferlicht. Gegen Tommy Paul, Weltranglisten-12., muss der 26-jährige Kempener die deutsche Fahne hochhalten. Paul gilt als Favorit, doch Altmaier kennt die Hamburger Bahnen, spielt mit Hausrecht und ohne Netz. Ein Viertelfinale gegen einen US-Boy – das ist seine Chance, aus dem Schatten von Zverev & Co. zu treten.
Das 500er-Turnier am Rothenbaum verliert mit Hanfmanns Aus den letzten deutschen Doppelpack. Die Zuschauer bleiben, die Tribüne wird laut – aber sie wird auch leiser, wenn Altmaier gegen Paul aufschlägt. Ein Land, ein Spieler, ein Satz kann reichen. Oder eben auch nicht.
