Hessen alerta: unwetter mit sturmböen und starkregen droht!
Hessen muss sich erneut auf heftige Unwetter einstellen. Nach einer kurzen Verschnaufphase kehrt am Freitag eine schwül-warme Luftmasse zurück, die das Potenzial für extreme Wetterereignisse birgt: Sturmböen, Starkregen, Hagel und örtlich auch umgestürzte Bäume sind möglich. Die Einsatzkräfte warnen bereits vor möglichen Gefahren.

Die lage: feuchtigkeit trifft auf tiefdruck
Tim Gotsch, Meteorologe beim hr, erklärt die Ursache: „Die Ausgangslage ist sehr feuchte Luft, die uns aus Südwesten erreicht. Ein Tief über Deutschland sorgt dafür, dass diese Luft aufsteigt und große Quellwolken entstehen.“ Am Donnerstag noch freundlich und sonnig, verwandelt sich das Wettergesicht bereits am Abend. Im Süden und Südwesten sind vereinzelt Schauer und Gewitter zu erwarten, mit Schwerpunkt auf Starkregen.
Die Temperaturen am Donnerstag klettern auf 27 bis 33 Grad, während die Nächte zwischen milden 20 Grad im Süden und kühleren 14 Grad im Norden schwanken. Doch der eigentliche Wendepunkt kommt am Freitag.
Sturmböen mit bis zu 100 km/hwerden erwartet, begleitet von weiterhin heftigem Regen – teils bis zu 40 Liter pro Quadratmeter. Auch Hagel ist nicht auszuschließen. Die Bäume, bereits durch die anhaltende Trockenheit geschwächt, könnten unter der Belastung zusammenbrechen, warnte Gotsch. „Wenn dann Sturmböen durchziehen, kann das schon mal einen ganzen Baum umstürzen lassen.“
Die Gefahr betrifft potenziell das gesamte Gebiet Hessen, wobei die genaue Position der Gewitterzellen kurzfristig schwer vorherzusagen ist. Vielerorts bleibt es glücklicherweise trocken.
Obwohl der heftige Regen kurzfristig nicht nachhaltig gegen die anhaltende Trockenheit hilft – das Wasser läuft bei ausgetrocknetem Boden oberflächlich ab – bietet das Wochenende zumindest eine Wetterberuhigung. Der Samstag bleibt weitgehend trocken, am Sonntag fällt möglicherweise noch etwas Regen. Die Temperaturen sinken deutlich auf 27 Grad am Samstag und 25 Grad am Sonntag.
Die Vorwarnungen der vergangenen Woche, die vor gefährlichen Unwettern mahnten, blieben glücklicherweise weniger dramatisch. Doch die Erfahrung zeigt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. „Das Wetter ist nie zu hundert Prozent berechenbar“, betont Gotsch. „Aber die Zutaten sind da, auch morgen.“