Hagel wie tennisbälle: dwd ruft höchste warnstufe aus – das droht jetzt
Der Deutsche Wetterdienst schlägt Alarm. Um 16:33 Uhr wurde für die Region Reutlingen und östlich davon die Warnstufe Rot ausgerufen. Grund: eine Unwetterfront, die keine Gnade kennt. Orkanböen mit 110 km/h, Starkregen von 30 Litern pro Quadratmeter – und Hagelkörner von der Größe eines Tennisballs.
Die fünf Zentimeter großen Eisbrocken sind kein theoretisches Szenario. Sie wurden bereits gemeldet. Wer sein Auto noch draußen stehen hat, sollte handeln. Sofort.
Warum der süden deutschlands unter beschuss steht
Montag, Dienstag, Mittwoch – und nun auch Donnerstag. Das Gewittermuster über Baden-Württemberg und Südwestbayern hat sich zur Dauerbelastung entwickelt. Der DWD hatte früh gewarnt, mit einer sogenannten „Vorabinformation Unwetter“. Das ist der letzte Schritt vor der offiziellen Alarmstufe.
Doch selbst für erfahrene Meteorologen bleibt die Vorhersage ein Katz-und-Maus-Spiel. Die betroffenen Orte lassen sich oft erst Minuten vor dem Einschlag genau bestimmen. Einzelne schwere Zellen können sich aus dem Nichts formen – und mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h über die Region fegen.
Die Bewegungsrichtung ist klar: West nach Ost. Wer also in den südlichen Teilen des Saarlands oder in Rheinland-Pfalz sitzt, sollte die Warn-Apps nicht aus den Augen lassen.

Die nacht bringt keine entspannung
Sobald die Sonne untergeht, wird die Lage gefährlicher. Die einzelnen Gewitterzellen verbinden sich zu größeren Komplexen. Das bedeutet: länger anhaltender Niederschlag, höhere Regenmengen, größere Überflutungsgefahr.
Der DWD rechnet für den Freitag mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter. Das ist kein Sommergewitter mehr. Das ist eine Wasserbombe, die die Kanalisation überfordert, Keller vollaufen lässt und Straßen in Flüsse verwandelt.
Parallel dessen: Italien. In Südtirol rissen Unwetter am Dienstagabend zwei gewaltige Muren in die Dolomiten. Die Feuerwehr fürchtete Verschüttete. Erst nach stundenlanger Suchaktief gab es Entwarnung. Die Alpenregion erlebt derzeit, was der deutsche Süden noch vor sich hat.
Die Botschaft des DWD ist nicht diplomatisch verpackt. Sie ist laut und unmissverständlich: Vorsorge treffen, Schutzmaßnahmen ergreifen, Warnmeldungen ernst nehmen. Wer jetzt zögert, zahlt später.