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Freiburg sichert sich bis 2030: das duo, das den klub umbaut

Die Nachricht kam still, aber sie hallt laut. Der SC Freiburg hat die Verträge mit Oliver Leki (53) und Jochen Saier (48) vorzeitig verlängert – nicht bis 2028, nicht bis 2029, sondern bis 2030. In einer Liga, wo Vorstände oft schneller wechseln als Trainer, ist das eine Ansage.

Zwei männer, eine dna: wie freiburg zum modellklub wurde

Saier trägt den sportlichen Bereich. Leki das Kaufmännische. Klingt nach klassischer Arbeitsteilung, ist aber alles andere als das. Seit 2014 sitzen beide an einem Tisch, und seitdem hat sich der Klub von einem sympathischen Aufsteiger zu einer festen Größe im deutschen Fußball gemausert.

Was die Verlängerung wirklich bedeutet? Kontinuität in einer Branche, die sie hasst. Heinrich Breit, Aufsichtsratschef, formuliert es diplomatisch: „außergewöhnliche Entwicklung“. Die Wahrheit ist simpler: Freiburg funktioniert. Während andere Klubs Schuldenberge anhäufen oder sich in Transferexzessen verlieren, spielt der Sportclub Champions League und bleibt solvent.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Leki sitzt seit 2019 im DFL-Präsidium und im DFB-Präsidium. Saier baute das Nachwuchsleistungszentrum aus, das mittlerweile als eines der besten Deutschlands gilt. Beide haben sich in den Strukturen des deutschen Fußballs verankert – und bleiben dennoch in Freiburg.

Die zahlen hinter der geschichte

Die zahlen hinter der geschichte

22 Jahre ist Saier bereits beim Klub. Er begann mit der Fußballschule, übernahm 2013 das Sportdirektorat, wurde 2014 Vorstand. Leki kam 2013 als Geschäftsführer, rückte 2014 auf. Zusammen haben sie mehr als zwei Jahrzehnte am Breisgau verbracht – eine Ewigkeit in Fußballjahren.

Die Vertragsverlängerung bis 2030 überschreitet damit die üblichen Amtszeiten bei Bundesligisten deutlich. Wer jetzt an Freiburg denkt, denkt an dieses Duo. Und genau das wollte der Aufsichtsrat sichern.

Der Klub aus dem Schwarzwald beweist erneut: Nachhaltigkeit ist kein Marketingbegriff, sondern Geschäftsmodell. Während die Konkurrenz auf Schnelligkeit setzt, spielt Freiburg das lange Spiel. Und gewinnt damit.