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Chaos an der adria: meteotsunami trifft kroatien!

Pula, Zadar, Stari Grad – die Namen hallen wider das Chaos, das ein ungewöhnlicher Meteotsunami an der kroatischen Küste angerichtet hat. Urlauber erlebten schreckenerregende Momente, als das Meer plötzlich unberechenbar anstieg und wieder abfiel, Boote auf einmal trocken lagen und die Flucht in die Höhe begann.

Ein naturschauspiel mit gefährlichen folgen

Was zunächst wie ein bizarre Sehenschaft wirkte, entpuppte sich schnell als ernstzunehmende Bedrohung. Das Wasser stieg in einigen Küstenorten um schockierende 30 Zentimeter und überflutete Uferpromenaden. Doch der eigentliche Schock folgte unmittelbar: Ein Rückgang des Meeresspiegels um fast 60 Zentimeter ließ Boote im Hafen von Stari Grad plötzlich auf dem Trockenen stranden. Die Bilder sind dramatisch.

Die Ursache für dieses extreme Phänomen liegt in einem heftigen Unwettergeschehen über der Adria. Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 115 km/h peitschten über das Meer, begleitet von intensiven Gewittern. Auch in anderen Teilen der Region kam es zu Überschwemmungen, wobei Pula und Zadar besonders betroffen waren. In Norditalien fielen zuvor Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu acht Zentimetern – ein Vorgeschmack auf die Zerstörungskraft der Elemente.

Experten warnen: Meteotsunamis sind zwar relativ selten, kommen in der Adria aber vergleichsweise häufig vor. Die geografischen Bedingungen der Küste begünstigen dieses Phänomen, indem sie die Wasserbewegungen verstärken können. Die Gefahr liegt vor allem in Häfen und dicht bebauten Küstenabschnitten, wo lokale Schäden erheblich sein können. Der DHMZ, der kroatische Wetterdienst, hat für Teile der Küste die gelbe Warnstufe ausgerufen.

Was unterscheidet einen meteotsunami von einem tsunami?

Was unterscheidet einen meteotsunami von einem tsunami?

Während ein klassischer Tsunami durch Erdbeben ausgelöst wird, ist für einen Meteotsunami die rasche Veränderung des Luftdrucks und atmosphärische Wellen verantwortlich. Diese Veränderungen setzen das Meer in Bewegung, und in schmalen, langgestreckten Buchten können sich die Wasserbewegungen zusätzlich verstärken, was zu extremen Pegelschwankungen führt. Die Gefahr ist real, auch wenn die Wellen in seltenen Fällen ein Vielfaches ihrer ursprünglichen Höhe erreichen können.

Die Frage, ob sich solche Ereignisse in Zukunft häufiger wiederholen werden, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Die Natur hat eindrucksvoll ihre Macht demonstriert, und die Bewohner und Urlauber an der kroatischen Küste werden diesen Tag so schnell nicht vergessen. Die Folgen für den Tourismus und die lokale Wirtschaft sind abzuwarten, doch die Bilder der gestrandeten Boote und panischen Urlauber sind bereits unvergessen.