Uefa vermeldet rekordumsätze – ceferin kritisiert wm-ticketpreise

Uefa steigert umsätze trotz fehlender herren-em

Die UEFA hat ein beeindruckendes Finanzjahr abgeschlossen, trotz des fehlenden Turniers der Männer-Europameisterschaft. Der europäische Fußballverband verzeichnete Einnahmen von über 5 Milliarden Euro, ein deutlicher Anstieg von 737 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (bereinigt um die EM-Einnahmen). Dieser Erfolg ist vor allem der Reform der Europapokalwettbewerbe zu verdanken.

Europapokal-reform als wachstumstreiber

Europapokal-reform als wachstumstreiber

Die Neugestaltung der Champions League, Europa League und Conference League mit mehr Spielen und Teilnehmern führte zu einem Anstieg der Gesamteinnahmen aus den Klubwettbewerben um 690 Millionen Euro auf 4,4 Milliarden Euro. Diese Entwicklung ermöglichte es der UEFA, 3,4 Milliarden Euro an die Vereine auszuschütten400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Solidarität auch für nicht qualifizierte klubs

Besonders hervorzuheben ist, dass fast 400 Millionen Euro an Klubs ausgeschüttet wurden, die sich nicht für die neuen Ligaphasen qualifiziert hatten. Davon profitierten sogar 308 Millionen Euro Vereine, die gar nicht am Europapokal teilgenommen hatten. Dies zeigt, dass die UEFA auch weiterhin auf Solidarität setzt.

Ceferin kritisiert profitgier im fußball

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nutzte die Gelegenheit, um sich kritisch zu äußern: „Würde es das in einem System geben, das allein durch Profit getrieben ist?“ Allerdings räumte er auch ein, dass sich die Schere zwischen den Top-Klubs in der Champions League und der nationalen Konkurrenz durch die Reform weiter geöffnet hat.

Versprechen für günstige em-tickets 2028

Ceferin versprach zudem erschwingliche Ticketpreise für die Europameisterschaft 2028. Er betonte, dass Fußball Identität und Gemeinschaft sei, und nicht bloße Industrie. „Faire und transparente Prinzipien und nicht Preis-Algorithmen“ sollen dabei im Vordergrund stehen, um sicherzustellen, dass Familien nicht ausgeschlossen werden und Loyalität nicht zu einem Luxus wird.

Kritik an der wm 2026

Die Aussage war eine klare Spitze gegen die FIFA, deren dynamische Ticketpreise bei der WM 2026 auf breite Kritik gestoßen waren. Ceferin möchte das vermeiden und setzt auf eine fanfreundliche Preispolitik. Die UEFA plant, das Nettoergebnis von 2024/25 mit einem geplanten Minus von 46,2 Millionen Euro abzuschließen, welches durch eigene Reserven gedeckt wird.

Finanziell stabiles fundament für die zukunft

Die UEFA verfügt weiterhin über Reserven in Höhe von 521,8 Millionen Euro, was als „stabiles finanzielles Fundament für die Zukunft des Fußballs“ angesehen wird. Die Investitionen in die Europapokalwettbewerbe und die Solidaritätszahlungen sollen langfristig zum Wachstum und zur Stabilität des europäischen Fußballs beitragen.