Uefa schlägt hart zu: klubs mit zahlungsschwierigkeiten büßen
Ein Schock für einige europäische Fußballvereine: Der Kontrollausschuss der UEFA hat am Donnerstag empfindliche Strafen gegen Klubs verhängt, die mit ihren Zahlungen in Verzug geraten sind. Besonders hart trifft es den georgischen Verein Dinamo Batumi, der nach einem gescheiterten Einspruch nun mit einem Ausschluss aus allen UEFA-Wettbewerben für die kommende und die folgenden drei Spielzeiten rechnen muss. Ein deutliches Zeichen der UEFA, dass finanzielle Disziplin im europäischen Fußball höchste Priorität hat.

Zahlungsrückstände lösen harte sanktionen aus
Neben Dinamo Batumi mussten auch andere Vereine empfindliche Strafen hinnehmen. Der rumänische Verein Cluj und der kosovarische Klub Ballkani wurden zunächst mit einer Sperre von zwei Spielzeiten belegt, diese wird jedoch ausgesetzt, solange keine weiteren Zahlungsrückstände entstehen. Der montenegrinische Verein Buducnost und der kasachische Verein Ordabasy Shymkent müssen mit Strafen von 95.000 bzw. 75.000 Euro rechnen, wobei auch hier eine Aussetzung der Sperre für eine Saison möglich ist, sofern die offenen Posten beglichen werden.
Der bosnische Verein Sarajevo muss sich mit einer vergleichsweise geringen Strafe von 20.000 Euro zufrieden geben. Das Athletic Club Bilbao wurde mit 10.000 Euro belegt, da auch dieser Verein mit ausstehenden Zahlungen konfrontiert war – an andere Klubs, Mitarbeiter und Finanzbehörden. Die UEFA hat in einer Pressemitteilung die Notwendigkeit betont, die finanzielle Stabilität im europäischen Fußball zu gewährleisten und gegen Vereine vorzugehen, die ihre Verpflichtungen nicht erfüllen.
Es ist ein komplexes Bild, das sich hier abzeichnet. Während einige Klubs mit hohen Strafen und Ausschlussdrohungen rechnen müssen, werden andere durch die Aussetzung der Sanktionen eine Art Gnadenfrist erhalten. Die Entscheidung des UEFA-Kontrollausschusses wirft jedoch ein Schlaglicht auf die finanziellen Probleme, die viele Vereine plagen und zeigt, dass die UEFA hier keine Toleranz gegenüber Verstößen an den Tag legt. Die Strafe für Dinamo Batumi, ein Ausschluss über vier Spielzeiten, ist dabei ein beispielloser Schritt, der die Schwere der Verfehlung unterstreicht. Ob der Verein gegen diese Entscheidung Berufung beim Sportgerichtshof (TAS) einlegen wird, bleibt abzuwarten.
Die Zahlungsrückstände, die zu diesen Strafen führten, lagen oftmals bei mehr als 90 Tagen oder betrafen besonders schwerwiegende Verstöße. Diese wiederholten Verstöße wurden vom Kontrollausschuss als besonders gravierend gewertet und führten zu den harschesten Sanktionen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen dazu beitragen werden, die finanzielle Disziplin im europäischen Fußball nachhaltig zu verbessern. Die UEFA hat mit dieser Entscheidung ein deutliches Signal ausgesendet: Wer seine finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen.
