Überraschung in madrid: teneriffa demütigt real!
Die Königlichen mussten am gestrigen Abend im Movistar Arena eine bittere Heimniederlage einstecken. La Laguna Tenerife, eine Mannschaft voller erfahrener Routiniers, feierte einen beeindruckenden 95:90 Sieg gegen das vermeintlich übermächtige Real Madrid. Ein Ergebnis, das die spanische Basketballszene nachhaltig überraschte und Fragen aufwirft.

Marcelinho huertas: ein tribut an eine legende
Der 43-jährige Marcelinho Huertas präsentierte eine Leistung, die dem legendären Oscar Schmidt würdig war. Sein Landsmann, der am vergangenen Freitag verstorben ist, schien von einem besseren Ort zuzusehen, wie Huertas mit 25 Punkten, 3 Rebounds und 6 Assists das Spiel der Tinerfeños dominierte. Seine Spielmacherqualitäten waren schlichtweg herausragend.
Real Madrid, das in der Euroleague eine makellose Saison hingelegt hat (18:1), und in der Liga Endesa führt (11:1), wirkte überraschend kraftlos. Tavares (18 Punkte, 6 Rebounds, 2 Blocks) versuchte zwar, seine Dominanz in beiden Zonen durchzusetzen, doch Huertas und seine Mitspieler fanden stets eine Antwort.
Patty Mills, der 38-jährige NBA-Veteran, sorgte in der zweiten Halbzeit für den entscheidenden Impuls. Nach einer eher ruhigen ersten Hälfte entfesselte er sich und erzielte neun Punkte in Folge, die sein Team entscheidend auf die Siegerstraße brachten. Dies war der Moment, der das Spiel wendete.
Die Schiedsrichtergespanne sorgte zwar für einige hitzige Diskussionen, insbesondere als Trey Felipaldo zwei fragwürdige Offensivfouls zugesprochen wurden. Doch die Tinerfeños ließen sich nicht entmutigen und nutzten ihre Erfahrung und Cleverness, um die Partie zu kontrollieren. Gio Shermadini unterstrich mit 16 Punkten die Stärke des Teams.
Die Madrilenen versuchten zwar, mit einer Aufholjagd zurückzukommen, angeführt von Feliz (18 Punkte), doch die Kombination aus Huertas' Spielintelligenz, Mills' explosiver Energie und der soliden Verteidigung Teneriffes erwies sich als zu stark. Die Zahlen lügen nicht: Tenerife traf 11 von 18 Dreiern, während Madrid mit 8 von 27 kämpfte. Das spricht Bände.
Die Niederlage wirft einen Schatten auf die bisher beeindruckende Saison der Königlichen und zeigt, dass auch vermeintlich unschlagbare Teams menschlich bleiben. La Laguna Tenerife hingegen demonstrierte, dass Erfahrung und Teamgeist auch gegen die vermeintlich besten Mannschaften der Liga triumphieren können.
Der Sieg von Tenerife ist mehr als nur ein Erfolgserlebnis. Es ist eine Hommage an die Veteranen des Basketballs und ein Beweis dafür, dass Alter keine Rolle spielt, wenn Leidenschaft und Können zusammenkommen.
