U19 des 1. fc köln knapp gescheitert – ruthenbeck lobt talente
Knappe niederlage in der youth league
Die U19 des 1. FC Köln hat im Sechzehntelfinale der UEFA Youth League gegen Inter Mailand erst spät mit 1:3 das Nachsehen gehabt. Trotz der Niederlage zeigte sich Trainer Stefan Ruthenbeck kurz nach dem Abpfiff optimistisch und adelte seine jungen Talente für ihre Leistung.

Ruthenbeck hadert mit dem ergebnis
"Ich werde heute Nacht wahrscheinlich nicht schlafen können, weil wir so nah dran waren", gestand Ruthenbeck nach dem Spiel. Auch Linksverteidiger Jonathan Friemel war enttäuscht: „Das Ergebnis spiegelt nicht wider, wie hart wir bis zur letzten Sekunde gekämpft haben.“ Dennoch reichte es am Ende nicht gegen den italienischen Top-Klub.

Lob für die qualität der partie
Ruthenbeck hob die hohe Qualität des Spiels hervor: „Das hat mit Jugendfußball gar nichts mehr zu tun. Auch taktisch war das auf einem sehr hohen Niveau.“ Als erfahrener Jugendtrainer weiß er, worüber er spricht. Die Leistung des Kölner Teams zeugt von der guten Nachwuchsarbeit, die am Geißbockheim seit Jahren geleistet wird.

Talente mit profi-potenzial
„Wir haben ein paar Jungs gesehen, die es im Profifußball schaffen werden“, so Ruthenbeck. Dabei bezog er sich ausdrücklich nicht auf bereits etablierte Profis wie Fynn Schenten und Youssoupha Niang. Es gibt also weitere vielversprechende Spieler in der Pipeline, die in Zukunft für den FC oder andere Vereine interessant sein könnten. „In welcher Liga, das wird sich zeigen.“

Wertschätzung im verein ist außergewöhnlich
Ruthenbeck betonte die außergewöhnliche Wertschätzung innerhalb des Vereins. „Cheftrainer Lukas Kwasniok ist heute noch zum Essen gekommen und hat uns Glück gewünscht. Ich weiß nicht, ob das überall so ist.“ Diese emotionale Unterstützung sei ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Teams.

Bodenhaftung bewahren trotz erfolgs
Nach dem Gewinn der letzten Saison und dem Einzug ins Sechzehntelfinale der Youth League mahnte Ruthenbeck zur Bescheidenheit: „Wir müssen aufpassen, dass die Erwartungshaltung nicht zu hoch wird. Man wird nicht jedes Jahr deutscher Meister.“ Dennoch hoffe er, dass der Erfolg die Gier nach weiteren Titeln weckt.

Ruthenbeck bleibt dem fc treu
Trotz Anfragen aus der 2. und 3. Liga will Ruthenbeck in Köln bleiben. „Ich genieße das hier. Thomas Kessler hat mir heute Morgen um 6:30 Uhr eine Sprachnachricht geschickt – das ist ja nicht mehr normal! Mein Ego ist aber nicht mehr so groß, dass ich mich ständig präsentieren muss. Ich bin hier gut aufgehoben.“
