Turin versenkt lazio: ismajli glänzt, nur tavares rettet sich

Im ersten Heimspiel nach der Winterpause hat Torino dem europäischen Traum von Lazio einen Kaltwassertaucher verpascht. Die Granata siegten 2:0, blieben ohne eine einzige Note unter der Sechs – und stellten mit Arlind Ismajli einen neuen Abwehrchef vor.

Ismajli stiehlt sarri die show

Ismajli stiehlt sarri die show

Der Albaner gewann 78 Prozent seiner Zweikämpfe, leitete per Traumpass den Konter zum 1:0 ein und blockte im letzten Drittel drei Schüsse von Immobile & Co. Seine Wertung: 7,5 von Gazzetta dello Sport, die höchste aller 22 Akteure. Auf der Gegenseite fiel nur ein Name positiv auf: Nuno Tavares. Der Portugiese lief 11,2 km – mehr als jeder andere –, setzte drei Mal zum Dribbling an und schoss die einzige Großchance der Gäste an die Latte. Seine Note: 6,5. Der Rest der Biancocelesti rutschte durchs Raster.

Die Statistik ist gnadenlos: Lazio erzielte aus dem Spiel nur einen Torschuss, kassierte die siebte Auswärtsniederlage der Saison und verpasst damit die Champions-League-Ränge. Für Trainer Maurizio Sarri wird die Luft dünner – vier Punkte aus den letzten fünf Partien lauten die Quittung.

Turin dagegen feiert den vierten Sieg im fünften Spiel unter Ivan Jurić und rückt auf Platz sechs vor. Die Stimmung im Stadio Olimpico kochte, als Schiedsrichter La Penna die Partie mit einem Pfiff im Granata-Rauschen beendete. Die Fans skandierten Ismajlis Namen – und der 27-Jährige bedankte sich mit einem Herzzeichen unter das Wappen. Ein Bild, das in den sozialen Netzwerken binnen Minuten viral ging.

Am Horizont der Tabelle schrumpft der Abstand auf Atalanta (Platz vier) auf vier Zähler. Die Europa-League rückt in Reichweite. Und Lazio? Muss am Sonntag gegen Mailand antreten – mit einem Tavares, der sich in der Kabine laut Augenzeugen wütend die Klamotten auszog und murmelte: „Wir haben verdient verloren.“ Der Rest schwieg.