Tsg hoffenheim: datenskandal oder sturm im wasserglas?
Der Gerichtstermin war für Dienstag angesetzt. Jetzt ist er weg. Die Klage des fristlos entlassenen Justitiars Arno Metz gegen die Fußball-Spielbetriebs GmbH der TSG Hoffenheim wurde vor dem Arbeitsgericht Mannheim, Kammer Heidelberg, auf den 26. März verschoben – und damit auf denselben Tag, an dem bereits die ebenfalls entlassene Bereichsleiterin Asmahan Gamgami klagt. Zwei Fälle, ein Termin, ein Pulverfass.
Der vorwurf: putschversuch gegen schicker
Im Kern dieser ganzen Angelegenheit steckt ein Vorwurf, der es in sich hat. Metz und Gamgami sollen bereitgestanden haben, die Geschäftsführung der TSG vorübergehend zu übernehmen – genau dann, wenn der damalige interimistische Vereinsvorsitzende Christoph Henssler seinen Plan durchgezogen hätte, Sportgeschäftsführer Andreas Schicker abzusetzen. Als Begründung für die geplante Absetzung diente ein mutmaßlicher Datenverstoß: Die GmbH soll eine Liste der Vereinsmitglieder angefordert und erhalten haben, um daraus geeignete Kandidaten für die Neuwahl der Vereinsführung herauszufiltern.
Dazu kommt ein Detail, das Fragen aufwirft: Schicker soll die bereits laufende interne Untersuchung dieses Datenvorfalls gestoppt und an eine externe Kanzlei neu vergeben haben. Das ist nicht illegal. Aber es riecht nach Kontrolle über die eigene Geschichte.

Was wusste metz – und wann?
Die Gesellschafterversammlung, bei der das alles hätte eskalieren sollen, fand nie statt. Ein Formfehler, eine gerichtliche Verfügung, und der Plan platzte. Henssler trat zurück. Metz und Gamgami wurden fristlos gekündigt. Beide klagen jetzt gegen ihre Entlassung.
Was die Verhandlungen klären müssen, ist nicht nur juristisch brisant: War der Datenvorgang tatsächlich ein strafbarer Verstoß – oder wurde ein marginaler, womöglich sogar regulärer Verwaltungsakt bewusst zum Skandal aufgeblasen? Der Datenschutzbeauftragte des Landes Baden-Württemberg wurde dem Vernehmen nach bereits im Dezember informiert, reagierte aber nicht sofort. Eine Rückmeldung soll erst im März eingegangen sein – der Vorfall sei „zumindest registriert
