Tsarukyan fordert mehr geld: ufc-stars verdienen zu wenig!

Die Debatte um die Bezahlung von Kämpfern in der UFC spitzt sich zu. Nachdem bereits andere Stars wie Sean O'Malley und Max Holloway ihre Unzufriedenheit geäußert haben, schaltet sich nun Arman Tsarukyan in den Disput ein und fordert eine deutliche Erhöhung der Gehälter für die Top-Athleten der Organisation. Seine Worte fallen drastisch und werfen einen kritischen Blick auf die finanzielle Struktur der UFC.

Zuffa boxing und der conor benn-deal: ein fatales signal?

Zuffa boxing und der conor benn-deal: ein fatales signal?

Die jüngste Verpflichtung von Conor Benn durch Zuffa Boxing, dem Promotionsunternehmen unter der Leitung von UFC-Boss Dana White, hat die Situation weiter verschärft. Für eine Summe von 15 Millionen US-Dollar wurde der britische Boxer unter Vertrag genommen – ein Deal, der viele Fans und Kämpfer gleichermaßen verblüfft hat. Besonders pikant: Benn war bei seinem einzigen Kampf unter Zuffa Boxing kein Headliner und die Marke Zuffa war kaum präsent. Diese Transaktion wird von vielen als Geringschätzung gegenüber den etablierten Stars der UFC gewertet, die trotz ihrer Erfolge und ihrer Popularität oft mit deutlich geringeren Summen auskommen müssen.

Die Einführung des neuen TV-Vertrags mit Paramount hat zwar zu einer allgemeinen Erhöhung der Gehälter geführt – beispielsweise von zwei Millionen auf vier Millionen US-Dollar für Top-Kämpfer wie Tsarukyan selbst oder Ryan García – doch diese Anpassung wird als unzureichend empfunden. Tsarukyan, der sich in einem Livestream mit dem Boxer Ryan García äußerte, zog eine klare Parallele zum Boxen: “Im Boxen bekommen nur die ganz Großen eine angemessene Bezahlung. Die UFC hat durch Paramount zwar mehr Geld, aber das ist immer noch nicht das Gleiche.”

Die Diskrepanz wird besonders deutlich, wenn man sich die Vergütung der Kämpfer in den Hauptkämpfen ansieht. Bei UFC 327 erhielten weder Juro Prochazka, der ehemalige Champion, noch Carlos Ulberg mehr als zwei Millionen US-Dollar für ihren Titelkampf. Prochazkas Fall ist besonders bemerkenswert, da er als einer der unterhaltsamsten und populärsten Kämpfer der UFC gilt.

Tsarukyan geht sogar noch weiter und äußert die Forderung, dass Champions der UFC bei Titelverteidigungen mindestens 10 Millionen US-Dollar verdienen sollten. “Wenn du UFC-Champion bist und deinen Titel verteidigst, solltest du mindestens 10 Millionen Dollar bekommen”, betonte er. Diese Forderung unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit in der MMA-Szene und den Wunsch nach einer gerechteren Verteilung der Gewinne.

Die UFC steht seit langem in der Kritik, ihre Kämpfer nicht ausreichend zu bezahlen. Selbst Newcomer erhalten oft lediglich 12.000 US-Dollar, zuzüglich eines Bonus von 12.000 US-Dollar bei einem Sieg – Summen, die in den USA kaum zum Leben reichen und viele Kämpfer dazu zwingen, nebenbei zu arbeiten oder häufiger zu kämpfen. Im Gegensatz dazu werden im Boxen, insbesondere bei den Top-Events, Summen im zweistelligen Millionenbereich gezahlt, wie beispielsweise bei Anthony Joshua, Tyson Fury, Gervonta Davis oder Canelo Álvarez.

Ob die Kommentare von Tsarukyan und anderen Top-Stars dazu führen werden, dass Dana White seine Haltung ändert, bleibt abzuwarten. Bisher hat der UFC-Boss die Forderungen nach höheren Gehältern weitgehend ignoriert. Doch die wachsende Unzufriedenheit könnte langfristig Druck auf die Organisation ausüben und zu einer Umstrukturierung der Bezahlungsmodelle führen. Die Kluft zwischen den Gehältern in der UFC und dem Boxen ist immens und wird die MMA-Szene weiterhin beschäftigen.