Trump buht bei knicks-spiel – hält es für jubel

New York – Ein Paukenschlag mitten im NBA-Finale: Ehemaliger Präsident Donald Trump erlebte am Montagabend im Madison Square Garden alles andere als einen ruhigen Abend. Während der Nationalhymne wurde das Bild des Politikers auf der Videoleinwand gezeigt – und das Publikum erwies ihm wenig Gefallen: Ein ohrenbetäubender Buh-Chor brandete auf. Trump jedoch interpretierte die Reaktion der Fans auf seine ganz eigene Weise: Er sei von „Anfeuerungsrufen“ empfangen worden, erklärte der Ex-Präsident.

Ein besuch mit sicherheitsrisiko

Ein besuch mit sicherheitsrisiko

Der Auftritt Trumps bei den New York Knicks, die gegen die San Antonio Spurs um den NBA-Titel kämpfen, sorgte für massive Sicherheitsvorkehrungen. Die Behörden verstärkten den Schutz rund um die Halle, und eine traditionelle Public-Viewing-Party musste kurzfristig abgesagt werden. Bereits vor Spielbeginn demonstrierten einige Gegner Trumps entlang der Zufahrtsstraße zum Madison Square Garden, Schilder mit der Aufschrift „Trump muss weg“ waren zu sehen. Der Eigentümer der Knicks, James Dolan, hatte Trump persönlich in seine Loge eingeladen, wo neben dem Präsidenten auch seine Minister Doug Burgum und Sean Duffy saßen.

Die Stimmung im Madison Square Garden war angespannt. Doch das sportliche Geschehen ließ nicht lange auf sich warten. Die San Antonio Spurs, angeführt von dem jungen Star Victor Wembanyama, setzten sich am Ende mit 115:111 durch und verkürzten in der Serie auf 1:2. Wembanyama brillierte mit 32 Punkten, während Jalen Brunson auf der Seite der Knicks ebenfalls 32 Zähler erzielte. Ariel Hukporti, der deutsche Center der Knicks, blieb erneut ohne Einsatz.

Weniger Fehler, mehr Kontrolle – das war das Erfolgsrezept der Spurs laut Wembanyama. „Es sind die Kleinigkeiten. Wir sind konzentrierter aufgetreten“, erklärte der Franzose nach dem wichtigen Sieg. Die Niederlage der Knicks ist ein Rückschlag im Kampf um die Larry O’Brien Trophy, die das Team seit 1973 nicht mehr in den Händen halten konnte.

Die Reaktion der Fans auf Trumps Anwesenheit wirft ein Schlaglicht auf die politische Polarisierung in den Vereinigten Staaten und zeigt, dass selbst ein NBA-Finale nicht immun gegen politische Spannungen ist. Doch am Ende zählte auf dem Court nur eines: Der Sieg der San Antonio Spurs und die Hoffnung auf eine spannende Fortsetzung des Finales.