Trieste wirft roma raus: allen trifft viermal und schreibt geschichte
Es ging hin und her, die Sirene schrillte, und dann lag der Ball doch im Netz: Trieste schlägt Sis Roma mit 9:8 und steht erstmals im Endspiel der Coppa Italia. Die Heldin hieß Giulia Allen, vier Tore, darunter der Siegtreffer 67 Sekunden vor Schluss. Die Titelverteidigerin? Geschichte. Die Friauler? Im siebten Himmel.
Ein comeback, das die tabelle lügen lässt
Halbzeitstand 3:6 – für viele war die Parti vorbei. In der Serie A1 trennen die Teams neun Punkte, hier aber zählte nur der Wille. TrainerPaolo Zizza, einst selbst Weltklasse-Torhüter in Neapel, schickte seine Mannschaft mit der Devise zurück ins Wasser: „Verrückt spielen, aber clever.“ Was folgte, war eine 4:1-Serie im dritten Viertel und ein Schlussabschnitt, in dem Sparano im Kasten jeden Roma-Wurf an die Latte klatschte. Als Allen dann kurz vor Ende die 9:8-Führung markierte, explodierte die Triestiner Bank.
Die Roma? Ranalli traf dreimal, doch die sonst so sichere Defensive verlor in der Schlussphase den Faden. Trainer Paolo Capanna schüttelte nur den Kopf: „Wir haben die falschen Lücken geschlossen und die falschen offen gelassen.“

Im finale wartet der rekordchampion
Sonntag, 16.30 Uhr, live auf RaiSport: Orizzonte Catania gegen Trieste. Die Sizilianerinnen zerlegten Rapallo mit 14:11 und jagen ihren sechsten Pokalsieg. Halligan erzielte schon in der ersten Viertelstunde vier Treffer, Bettini und Marletta legten nach. Trainerin Martine Miceli ließ trotzdem keine Euphorie aufkommen: „Die Schiedsrichter ließen viel, wir müssen noch eine Stufe zulegen.“
Für Trieste ist das Finale ohnehin ein Freifahrtschein. Kein Druck, nur Pokalglanz. Zizza atmete tief durch: „Wir haben nichts zu verlieren, nur Geschichte zu schreiben.“ Die Zahlen sprechen für sich: Erstes Finalticket seit Gründung des Vereins, erste Final-Niederlage der Roma nach 15 Siegen in Serie. Und morgen? Dann wird im Scandone-Becken entweder ein neuer Stern oder ein alter Gigant gekrönt.
