Triathlon-legende rakel mateo: neuer lebensabschnitt in der para-klettern!
Ein Abschied mit Stil
: Die baskische Triathletin Rakel Mateo hat überraschend ihre Karriere im Triathlon beendet, um sich einer neuen sportlichen Herausforderung zu stellen – dem Para-Klettern. Nach drei Paralympics, die sie mit Herzblut und unbändigem Willen bestritt, wählt sie einen unerwarteten Weg. Doch Mateo ist bekannt für ihre außergewöhnliche Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.Von der anorexie zur paralympics-heldin
Mateos Geschichte ist eine Geschichte von Triumph über Widrigkeiten. Nach einer jahrelangen Auseinandersetzung mit Anorexie, die sie fast in den Abgrund gestürzt hätte, fand sie im Sport eine rettende Therapie. Ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem sie 100 Kilogramm auf ihren linken Fuß fallen ließ, führte zu weiteren Verletzungen und einer langen Rehabilitation. Doch anstatt aufzugeben, nutzte sie die Gelegenheit, um sich dem Triathlons zu widmen – eine Sportart, die ihre körperlichen und mentalen Grenzen auf die Probe stellt.
Drei Paralympics (Rio 2016, Tokio 2020 und Paris 2024) waren für Mateo ein emotionales Achterbahnfahren. Sie sammelte zwei Paralympics-Diplome, ein Viertelfinalergebnis bei der Weltmeisterschaft in Abu Dhabi 2021 und vier Medaillen bei Europameisterschaften. Besonders bewegend war ihre Reise in Paris, wo sie ihre letzten Meter im Triathlon absolvierte, bevor sie sich dem Para-Klettern zuwendet.

Para-klettern: eine neue hoffnung, ein neuer traum
“Ich brauchte eine neue Herausforderung, die mich sowohl körperlich als auch mental motiviert”, erklärt Mateo. Ihre Entscheidung für das Para-Klettern, in dem sie in der Klasse AL2 (Behinderung im Unterkörper) antreten wird, ist kein Zufall. Mateo hat zwei Worte auf ihren Armen tätowieren lassen: “Esperanza” (Hoffnung) und “Sueños” (Träume). Diese Worte spiegeln ihre Lebensphilosophie wider und treiben sie an, immer nach neuen Zielen zu streben. Ihr Traum? Die Teilnahme an ihren vierten Paralympics in Los Angeles 2028.
Die Amputation als Wendepunkt Ein weiterer einschneidender Moment in Mateos Leben war die Amputation ihres linken Beins 20 Jahre nach dem Arbeitsunfall. Sie lebte zwei Jahrzehnte mit chronischen Schmerzen und nahm mehr Medikamente als Nahrung zu sich. “Mit der Amputation verlor ich ein Bein, aber ich gewann so viel mehr”, sagte sie damals. In Rio 2016 und Tokio 2020 startete sie mit Krücken und Prothese, in Paris 2024 ohne Krücken und mit Prothese – ein Beweis für ihren unermüdlichen Willen und ihre Anpassungsfähigkeit.
Rakel Mateo hat bewiesen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen und seine Träume zu verwirklichen. Ihre Geschichte ist eine Inspiration für uns alle, niemals aufzugeben und immer nach dem Besten zu streben. Die Para-Kletterszene kann sich auf eine neue, hungrige Athletin freuen, die mit ihrer Erfahrung und ihrem unbändigen Geist für Furore sorgen wird.
