Trentino itas siegt im tie-break in warschau – champions league
Warschau wollte sie stoppen. Es hat nicht gereicht. Trentino Itas hat das Hinspiel der Champions-League-Playoffs beim PGE Projekt Warschau mit 2:3 (11:25, 25:17, 27:25, 19:25, 15:8) gewonnen – und das nach einem Abend, der alles hatte: Dominanz, Einbruch, Zittern und schließlich den entscheidenden Aufschlag im fünften Satz.
Faure und lavia tragen die dolomiten durch eine polnische nacht
Trainer Mendez schickte dieselbe Startformation aufs Feld, die zuletzt im Supercoppa-Halbfinale gegen Perugia verloren hatte. Ramon als Außenangreifer, Lavia als zweiter Diagonalangreifer, der Deutsche Torwie und Flavio in der Mitte. Auf der Bank saßen Pesaresi als Libero-Ersatz und der blutjunge Boschini aus der Serie B als zweiter Libero im Spielbericht.
Der erste Satz war eine Demonstration. Itas spielte sich auf 7:4, dann 12:7, dann ließ Ramon die Polen mit Aufschlag und Angriff alt aussehen: 18:10. Das Ende war eine Formsache. 25:11 – ein Resultat, das in Warschau niemand erwartet hatte.

Warschau dreht auf – und trento kämpft sich zurück
Im zweiten Satz war von diesem Trentino nichts mehr zu sehen. Die Polen reagierten mit einer anderen Körpersprache, einem anderen Rhythmus. Gabi Garcia, frisch eingewechselt, wurde zwar sofort geblockt – aber Warschau ließ sich davon nicht beirren. 21:14, Satzausgleich. Das Spiel war neu geboren.
Der dritte Satz wurde zum emotionalen Kern des Abends. Trento führte 15:10, der Vorsprung schmolz, die Annahme wackelte. Auf 22:22 glich Warschau durch Tillie und Weber aus. Drei Satzbälle ließ Trentino liegen. Beim vierten aber traf Lavia mit einem präzisen Ballkontakt über den Block – 27:25. Drei Punkte, die das Spiel retteten.
Im vierten Satz übernahm Warschau die Kontrolle früh und gab sie nicht mehr her. 14:8, 16:10, 21:14. Mendez rotierte, brachte Acquarone als Zuspieler und Bristot für Ramon – aber der Satz gehörte den Polen. Tie-Break.

Der fünfte satz gehörte trento – und nur trento
Im entscheidenden Durchgang starteten beide Teams auf Augenhöhe. Dann aber schaltete Trentino einen Gang hoch. In der zweiten Satzhälfte war der Abstand nicht mehr aufzuholen: 15:8. Faure beendete den Abend mit 22 Punkten, Lavia und Ramon steuerten je 13 bei.
Das Rückspiel findet in Italien statt. Trentino reist mit einem Sieg im Gepäck heim – und mit dem Wissen, dass diese Mannschaft auch dann gewinnt, wenn sie sich selbst im Weg steht.
