Transfer-poker in serie a: hojlund, malen & co. – wer zahlt, wer spart?
Der italienische Fussballmarkt brodelt – und nicht nur wegen der sportlichen Ambitionen. Die Auslösepflichten, die nach der Winterpause greifen, bestimmen aktuell das Transfergeschehen in der Serie A. Während Napoli und Roma bereits klare Signale senden, kämpft Juventus mit den Folgen einer teuren Vergangenheit.
Die erfolgsgeschichten: napoli und roma sichern sich ihre stars
Napoli kann sich zurücklehnen und die Verpflichtung von Rasmus Hojlund für 44 Millionen Euro an Manchester United bestätigen. Eine Investition, die sich angesichts der Leistungen des jungen Dänen bereits auszahlt. Auch die Roma zeigt keine Schwäche: Donyell Malen soll für 25 Millionen Euro von Aston Villa an die Ewige Stadt wechseln. Sein Potenzial ist unbestritten, und die Roma scheint bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen. Die Freude in Rom ist daher gross; Malen hat sich als echter Leistungsträger etabliert.
Doch nicht alles ist Gold, was glänzt. Juventus Turin steht vor einem bitteren Nachgeschmack. Die Verpflichtung von Jonathan Openda für 40,6 Millionen Euro an RB Leipzig lastet schwer – sowohl finanziell als auch sportlich. Diese Operation, die Ende August über die Bühne ging, wirkt im Rückblick betrachtet wie ein Fehlkauf, der die Bilanz und das sportliche Konto belastet. Die Vergleiche mit anderen, erfolgreichen Transfers sind in dieser Phase der Saison schmerzhaft.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Fiorentina hat sich die Dienste von Giovanni Fabbian für 14 Millionen Euro gesichert, allerdings noch nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Die Entscheidung, ob er langfristig in Florenz bleibt, hängt stark von seiner Entwicklung ab.

Die unklaren fälle: juventus und weitere vereine im dilemma
Bei Juventus Turin stehen weitere Entscheidungen an. Jeremie Boga hat mit vier Toren seit seinem Wechsel im Januar überzeugt, seine Verpflichtung für nur 4,8 Millionen Euro wirkt im Vergleich zu anderen Ausgaben wie ein Schnäppchen. Emil Holm vom Bologna stellt die Verantwortlichen vor ein Rätsel: 15 Millionen Euro für ihn zu investieren, scheint angesichts anderer Optionen übertrieben. Die Qualifikation für die ChampionsLeague könnte die Entscheidung beeinflussen, ebenso die Einschätzung von Trainer Allegri.
Auch bei anderen Vereinen gibt es offene Fragen. Manor Solomon bei Fiorentina zeigt Potenzial, aber seine Fitness nach der Verletzung ist entscheidend für die Entscheidung über seine Verpflichtung. Jack Harrison vom Leeds wird wohl nicht für 7 Millionen Euro gehalten – Paratici plant offenbar eine weitere Revolution.
Und was ist mit den jungen Talenten? Daniel Maldini bei Lazio kostet 14 Millionen Euro, doch die Zukunft von Trainer Sarri ist ungewiss. In Cagliari wird Semih Kılıçsoy immer weniger berücksichtigt, obwohl Giulini 12 Millionen Euro für ihn an Besiktas zahlen muss. Nur der FC Torino scheint mit Rafael Obrador, der vom Benfica ausgeliehen wurde und unter Kontrolle von Real Madrid steht, einen Glücksgriff gelandet zu haben.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Vereine mit diesen Verpflichtungen umgehen. Doch eines ist klar: Der Transfermarkt in der Serie A ist alles andere als abgeschlossen. Die Suche nach den passenden Spielern geht weiter – und die Vereine müssen kluge Entscheidungen treffen, um ihre Ziele zu erreichen.
