Tragödie in amman: fan stirbt bei wm-panik

Ein Schatten liegt über der Freude des jordanischen Fußballvolks. Bei der gestrigen Partie gegen Algerien kam es in Amman zu einer Massenpanik, bei der ein junger jordanischer Fan ums Leben kam. Die Nachricht schockierte nicht nur die Nation, sondern die gesamte Sportwelt.

Tausende sahen zu – nur wenige meter bis zur katastrophe

Tausende sahen zu – nur wenige meter bis zur katastrophe

In der Nähe des römischen Theaters in Amman hatten sich Tausende Fans versammelt, um das zweite Spiel ihrer Mannschaft bei der Weltmeisterschaft zu verfolgen. Die offizielle Kapazität des Haschemitischen Platzes beträgt etwa 6.000 Personen, doch Augenzeugen berichten von über 15.000 Zuschauern, die sich drängten, um einen Blick auf die Großbildleinwände zu erhaschen. Die Atmosphäre war zunächst ausgelassen, doch als Algerien in der 78. Minute die Führung zum 2:1 erzielte, soll es zu einem Gedränge gekommen sein. Neun Menschen wurden schwer verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht.

„Einer der Verletzten, ein junger Mann im Alter von etwa zwanzig Jahren, verstarb kurz nach seiner Einlieferung“, bestätigte ein Sprecher der Behörde für öffentliche Sicherheit. Die genaue Todesursache wird nun durch das Institut für Rechtsmedizin ermittelt. Die anderen acht Verletzten befinden sich in stabilem bis mäßigem Zustand.

Die Niederlage gegen Algerien bedeutete für Jordanien das vorzeitige Aus bei der Weltmeisterschaft. Als Turnierneuling hatte die Mannschaft große Hoffnungen gehegt, doch nun steht der bittere Nachgeschmack einer Tragödie im Vordergrund. Die Sicherheitsvorkehrungen bei solchen Großveranstaltungen stehen nun erneut in der Kritik. Wie konnte es dazu kommen, dass so viele Menschen an einem Ort zusammenkamen, der eigentlich für eine deutlich geringere Anzahl ausgelegt ist?

Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände der Massenpanik zu klären. Es gilt, aus dieser schmerzhaften Erfahrung zu lernen und sicherzustellen, dass sich eine solche Tragödie niemals wiederholt. Die Freude über den Fußball wird nun von tiefer Trauer überschattet.