Torino verankert das final eight – basketball bleibt fünf jahre in folge in der inalpi arena

Die Inalpi Arena wird auch 2027 wieder zum gläsernen Herzstück des italienischen Basketballs: Die Final Eight der Coppa Italia kehrt vom 17. bis 21. Februar in die Metropole am Po zurück – und das bereits zum fünften Mal in Serie. Der Grund ist einfach: Die Zahlen sprechen, die Fans schreien und die Stadt atmet Orange.

Die formel heißt hunger

Maurizio Gherardini, Präsident der Lega Basket, ließ keinen Zweifel: „Wir haben eine Siegerformel geschaffen. Torino zeigt jedes Jahr aufs Neue, dass hier kein Platz für halbe Leidenschaft ist.“ Gemeint ist nicht nur die Kulisse von fast 12.000 Zuschauern pro Abend, sondern auch das Drumherum. Jugendturniere, Meet-&-Greet, Pop-up-Stores – die Final Eight ist längst eine Basketball-Woche, in der die ganze Stadt mitspielt.

Im Februar 2026 fegte die Frecciarossa-Final Eight mit einem wirtschaftlichen Tsunami durch die Region: 12,6 Millionen Euro direkt in Turin und 20,6 Millionen auf nationaler Ebene. Der Multiplikator? 17,1 – eine Steigerung von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Giovanni Palazzi, Chef der Analyseagentur StageUp, formuliert nüchtern: „Jeder öffentliche Euro generiert 17 Euro Effekt. Mehr braucht kein Sponsor zu hören.“

Die arena, das zuhause

Die arena, das zuhause

Die Inalpi Arena bietet nicht nur 15.500 Plätze, sondern auch Flächen, die sich in Sekundenschnelle vom Spielort in ein Fan-Festival verwandeln. Stefano Deantoni, Marketing-Director von Infront Italy, schwärmt von „einer Location, die nicht nur modern ist, sondern Emotionen aufnimmt und verstärkt“. Die Kabinen sind groß genug für die NextGen-Cup-Teams, die Hallenfläche flexibel genug für VR-Erlebnisstationen und E-Sports-Turniere.

Und die Zahlen bestätigen den Hype: 69 Prozent der Italiener und 81 Prozent der Turiner identifizieren die Stadt längst als Basketball-Hauptstadt. Die Zustimmung liegt bei 88 Prozent bundesweit und 85 Prozent vor Ort. Keine andere Sportart schafft vergleichbare Quoten – nicht einmal der Fußball in Mailand.

Die zukunft ist bereits gebucht

Die zukunft ist bereits gebucht

Regierung und Stadt haben die Verträge bis 2027 unterschrieben. Paolo Bongioanni, Sport-Assessor der Region Piemont, sieht darin „ein klares Bekenntnis zu einer Marke, die Emotion und Wirtschaft vereint“. Für Domenico Carretta, Sport-Referent der Stadt Turin, ist das Event „ein Aushängeschild, das wir nicht mehr hergeben“. Die Kammerpräsidentin Massimo Cipolletta rechnet bereits mit 2.000 zusätz geschaffenen Arbeitsplätzen im Umfeld – von Shuttle-Bussen bis Pop-up-Küchen.

Am Ende bleibt ein Fakt: Wer in den letzten Jahren im Februar nach Turin kam, spürte es – die Luft knistert, die Bars sind voller Trikots, die Straßen voller Gesänge. Die Inalpi Arena ist längst keine Turnier-Location mehr, sie ist das Wohnzimmer einer ganzen Basketball-Nation. Und das mindestens noch bis 2027.