Torino celebra 50 jahre scudetto: eine hommage an helden und fans

Torino, am 16. Mai 2024 – Fünfzig Jahre sind vergangen, seit der FC Torino nach der Tragödie von Superga einen historischen Scudetto errang. Ein Nachmittag voller Emotionen, Erinnerungen und Würdigung erwartete die Fans im Stadio Grande Torino, als ehemalige Spieler und Legenden der glorreichen Vergangenheit zusammenkamen, um diesen besonderen Meilenstein zu feiern.

Ein fest für alle generationen

Das Fest begann mit einem bewegenden Moment: einem Freundschaftsspiel zwischen der Jugendmannschaft „100% Ugi Torino“, bestehend aus jungen Krebspatienten, und einer Auswahl ehemaliger Spieler. Claudio Sala, der damalige Kapitän und Seele der Mannschaft, nutzte die Gelegenheit, um seinen Dank auszusprechen und die Spendenaktion für das Casa Ugi anzukündigen. 40.000 Euro wurden an diesem Tag gesammelt – ein Beweis für die Verbundenheit und Großzügigkeit der Tifosi.

Sala, der auch als Dichter bekannt ist, teilte persönliche Gedanken mit der Menge: „Ich hätte vielleicht in einem anderen Verein mehr Titel gewinnen können, aber es gibt nichts Vergleichbares damit, Kapitän des Torino zu sein, der nach Superga den ersten Scudetto holt.“ Ein tosender Applaus erfüllte das Stadion.

Auch Paolo Pulici, eine weitere Ikone des Torino, wurde mit frenetischem Applaus gefeiert. Sein legendärer Gruß – zwei Fäuste in den Himmel – entfachte die Begeisterung der Fans, die ihn mit den Worten der Ultras empfingen: „Mach es so, wie du es immer gemacht hast!“

Von cereser bis policano: eine reise durch die zeit

Von cereser bis policano: eine reise durch die zeit

Das Fest vereinte Granata aus allen Epochen. Angelo Cereser, ein 82-jähriger Symbolfigur des „Tremendismo“ der 60er Jahre, war ebenso anwesend wie jüngere Spieler. Besondere Ehrungen wurden Beppe Dossena, Alessandro Bonesso und Fortunato Torrisi zuteil, deren drei Tore innerhalb von vier Minuten den Derby-Sieg von 1983 besiegelten. Bonesso rief mit einem Augenzwinkern: „Bei uns gab es einen Slogan: ‚Torino ist und bleibt Granata!‘“

Roberto Policano erinnerte sich wehmütig an die verlorene UEFA-Cup-Final in 1992 und Antonio Comi betonte die Notwendigkeit der Einheit zwischen Verein, Mannschaft und Fans, um zukünftige Erfolge zu sichern. Aktuelle Spieler wie Fuser, Ferrante, Rosina, Gomis und Asta standen zwar im Hintergrund, doch die Anerkennung der Legenden war unübersehbar.

Ein besonders bewegender Moment war die Darbietung der „Senso Unico“-Fangruppe, die „Quel giorno di pioggia“ anstimmte, während Bilder der gefallenen Spieler von Superga über die Leinwand flackerten. Die lange und bewegte Geschichte des Torino verband sich in diesem Augenblick zu einer unteilbaren Einheit.

Die Feierlichkeiten unterstreichen nicht nur die sportlichen Erfolge des Vereins, sondern auch die tiefe Verbundenheit zwischen dem FC Torino und seinen treuen Anhängern. Ein Tag, der in die Vereinsgeschichte eingehen wird und die Erinnerung an die glorreiche Vergangenheit wachhält.