Topuria: vom georgischen ringer zum ufc-champion
Ilia Topuria steht kurz vor dem ultimativen Triumph: UFC Casa Blanca. Doch der Weg des gebürtigen Georgiers an die Spitze der Mixed Martial Arts war alles andere als geradlinig – eine Geschichte von Kindheitsträumen, unerwarteten Wendungen und dem unbändigen Willen, ein Ziel zu erreichen.

Die wurzeln im georgischen ringen
Die Sportgeschichte Georgiens ist eng mit den Ringenkampf-Disziplinen verbunden, und so begann auch Ilia Topurias Reise. Judo, Freistilringen und griechisch-römischer Ringkampf brachten reihenweise olympische Medaillen, und der junge Ilia träumte davon, ebenfalls auf diesem Parkett zu brillieren. Mit nur sieben Jahren, als die UFC noch ein weit entferntes Phänomen war, lebte er mit seinem Bruder Aleksandre in Georgien und ahnte nicht, dass er eines Tages selbst eine globale Ikone werden würde.
Heute ist Topuria ein gefürchteter Schlagmann, ein Elite-Boxer und zweifellos der beste Striker der UFC. Doch seine Kampfkünste wurzeln im traditionellen griechisch-römischen Ringkampf, der ihm in seiner Heimatstadt beigebracht wurde. Ein Fundament, das ihm später zugutekommen sollte.
Die Familie Topuria verließ Georgien und fand in Spanien ein neues Zuhause. Doch der Wunsch, die traditionellen Disziplinen fortzusetzen, führte sie zunächst zum Jiu-Jitsu, bevor sie schließlich den Sprung in die Welt der Mixed Martial Arts wagten – eine Welt, die zu diesem Zeitpunkt in Spanien noch in den Kinderschuhen steckte.
Topuria selbst erinnert sich: „Als ich 15 war, hatte ich keine Ahnung von diesem Sport. Ich wusste nichts von Jiu-Jitsu, von MMA, von der UFC – von nichts.“ Es war sein Vater, der ihn und seinen Bruder dazu überredete, diesen Weg einzuschlagen. Eine Entscheidung, die sein Leben für immer verändern sollte.
Die Anfangsphase war alles andere als einfach. „Ich war etwas skeptisch“, gesteht Topuria. „Ich wusste nicht, ob mir das überhaupt gefallen würde. Es fühlte sich an wie eine Zeitverschwendung.“ Doch er blieb dran und nutzte die Gelegenheit, verschiedene Stile zu erlernen und seine Fähigkeiten zu verbessern.
Der Traum von der olympischen Karriere war jedoch schon früh verblasst. „Wir wollten in Spanien weiterringen, aber es gab nicht viele Möglichkeiten. Zufällig sind wir dann auf den Climent Club in Alicante gestoßen, wo sie Jiu-Jitsu, Boxen und MMA anboten. Damals, vor zehn Jahren, kannte in Spanien niemand diesen Sport. Es wirkte ein bisschen wild.“
Doch die vermeintliche Wildheit entpuppte sich als perfekte Grundlage für seinen Aufstieg. Topuria entwickelte sich rasant und feierte einen Erfolg nach dem anderen. Seine beeindruckende Bilanz und seine spektakulären Siege sprechen für sich. Er hat nicht nur die spanische, sondern auch die georgische und die globale Sportwelt in seinen Bann gezogen.
Am kommenden Wochenende (früh am Samstagmorgen) wird er seine Leichtgewichtstitelverteidigung im Rahmen von UFC Casa Blanca bestreiten – ein weiteres Kapitel in seiner bereits legendären Karriere. Es ist kein Geheimnis: Topuria hat sich den Status eines globalen Superstars redlich verdient.
