Tony effe muss vor gericht: rocker-vergangenheit holt sanremo-star ein
Die Idylle zerbricht mit einem Klick. Gerade noch stand Tony Effe auf der Festival-Bühne von Sanremo, jetzt steht er vor Richterin in Tempio Pausania. Die Anklage: Körperverletzung und Sachbeschädigung an der Costa Smeralda, 18. August 2023, 3:42 Uhr morgens.
Security sagt nein – dann fliegen die fäuste
Der Türsteher des Clubs The Sanctuary in Porto Cervo will einen Mann mit Mordvorstrafe nicht hereingeben. Der Mann ist Freund des Rappers. Es kommt zur Rangelei, Tische kippen, Flaschen zersplittern. Ein Security-Mitarbeiter aus Castelsardo landet mit Platzwunden im Krankenhaus Olbia. Die Staatsanwältin spricht von einer „gezielten Zerstörungstour“. Die Club-Besitzer lassen sich von Anwalt Antonello Desini vertreten und kündigen Schadenersatz an.
Die Bilder der Überwachungskameras sind laut Ermittlern eindeutig. Effe soll mitgeholfen haben, eine Sitzgruppe zu demolieren. Die Anklage lautet auf schwere Sachbeschädigung und Körperverletzung im Verband. Das Gericht hat den Termin auf Juni 2025 angesetzt. Der Rapper muss persönlich erscheinen.

Vergangenheit mit vorstrafe: sohn, vater, gewalttäter
Das ist kein Einzelfall. 2021 verurteilt: 120 Stunden Sozialarbeit, weil er 2019 einem Jugendlichen den Kiefer brach – der Filmte ihn mit dem Handy. 2022: Handgemenge mit US-Kollege Lil Pump beim Nameless Festival. 2023: Prügelei mit Rapper Ion Real Deal in der Mailänder Box-Nacht. Und jetzt Sardinien.
Effe selbst schwieg bisher. Manager teilten mit: „Wir werden uns vor Gericht äußern.“ Parallel feiert er auf Instagram sein neues Leben: Tochter Priscilla, geboren Oktober 2024, Mutter seine Partnerin Giulia De Lellis. „Ich bin ein anderer Mensch“, sagte er im Rai-Interview. Die Anklage kommt zum schlechtesten Zeitpunkt – sein neues Album soll im Herbst erscheinen.
Die Staatsanwaltschaft fordert für den Fall einer Verurteilung eine Geldstrafe von 50.000 Euro plus Bewährung. Die Summe entspricht ungefähr einem Festival-Engagement. Die Karriere des 31-Jährigen steht erneut am Scheideweg: Mainstream-Ruhm oder Knastrap?
