Toni und boyé schießen alavés mit 50 prozent aller treffer richtung europa
Quique Sánchez Flores hat nur eine Konstante in seiner Chaos-Ankunft im Mendizorroza behalten: die Doppelschleuse vorne. Lucas Boyé und Toni Martínez erzielen jedes zweite Liga-Tor des Clubs – und machen damit die Copa-Aus Pleite vergessen.
Die quote spricht für den trainer
30 Treffer stehen für Alavés in der Tabelle, 15 davon gehen auf das Konto der beiden Stürmer. Boyé traf siebenmal seit dem Ehrentreffer gegen Villarreal, Martínez kratzte sein persönliches Maximum aus Portugal 2019/20 mit 14 Toren schon jetzt an. Die 11 Treffen in dieser Saison – verteilt auf Liga und Copa – übertrumpfen seine komplette Vor-Bilanz im ersten Jahr am Rioja deutlich.
Die Zahlen sind keine Fußnote, sondern Rettungsanker. Ohne diese beiden wäre Alavés seit Wochen im unteren Drittel versunken. Stattdessen reist die Mannschaft nach Vigo, wo Martínez mit einem Traumtor von der Strafraumgrenze und einer Vorlage für Ángel Pérez den 4:3-Knaller einleitete – ein Ergebnis, das die Europa-League-Träume wieder aufleben lässt.

Warum quique trotz umbruchs auf sie setzt
Der Madrilene vertraut nicht auf Taktikbretter, sondern auf Instinkt. Boyé liefert Laufwege, die Abwehrreihen spalten; Martínez bringt die Ballsicherheit, die Räume für die zweite Welle schafft. Beide sind seine Versicherung gegen die Torflaute der hinteren Reihen, denn bis auf Kike García haben die Mittelfeldspieler erst fünfmal getroffen.
Die Konsequenz: Wer den Kader umstellt, ohne die Doppelspitze anzufassen, riskiert Angriffslahmung. Deshalb bleibt das Duo Non-negotiable, während der Rest rotiert wie ein Kinderkarussell.

Die nächsten acht wochen sind goldgrube
Bis Saisonende warten Gegner wie Rayo, Mallorca und Cádiz – Teams, die sich hinten einmauern, aber vorne Lücken lassen. Genau das Terrain, auf dem Boyé und Martínez gedeihen. Sollte Boyé drei weitere Treffer erzielen, stellt er seinen portugiesischen Rekord ein. Schafft Martínez die 15er-Marke, schreibt er Klubgeschichte.
Die Fans spüren die Spannung. Im Training skandieren sie schon jetzt „¡A por Europa!“, und im Stadion kursen Fahnen mit der Nummer 50 – für die 50-Prozent-Chance, dass das nächste Tor wieder von einem ihrer Angreifer kommt. Bei dieser Quote kann sich Alavés erlauben, zu träumen. Und wer träumt, gewinnt manchmal auch.
