Titan desert: maté dominiert die bergwertung – kortekaas überrascht!
Ein dramatischer Auftakt zur Skoda Titan Desert Morocco 2026! Die erste Etappe, eine gnadenlose Bergankunft im Dades-Tal, wird den Fahrern noch lange in Erinnerung bleiben. Statt der erwarteten Dünen von Merzouga kämpften die Athleten sich durch steinige Pisten und steile Anstiege, ein Vorgeschmack auf die Herausforderungen, die noch kommen werden.
Luis ángel maté setzt ein starkes zeichen
Luis Ángel Maté, der als Favorit ins Rennen ging, hat seine Klasse in den Bergen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bereits zum zweiten Mal in Folge sicherte er sich die Bergwertung, dieses Mal mit einer beeindruckenden Dominanz. Der Spanier von KH7 übernahm die Gesamtführung und liegt nun über acht Minuten vor seinem Verfolger Bruno Rosa. Seine Vorbereitung, vier Tage im Vorfeld in der Region zu trainieren und das Terrain zu studieren, zahlte sich offensichtlich aus. “Ich wollte von Anfang an Druck machen”, erklärte Maté nach dem Rennen. “Die anderen sind erst gestern angekommen, ich konnte mir das Gelände genau anschauen und mich vorbereiten.”
Doch die Freude am Sieg könnte getrübt werden: Die anstehenden Etappen führen ins flache Gelände, wo Luis León Sánchez, der in dieser Etappe mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, seine Stärken ausspielen könnte. Ob Maté seine Bergdominanz auch auf die Ebene übertragen kann, wird die entscheidende Frage sein.

Kortekaas überrascht mit starker leistung
Neben Matés Sieg sorgte Tessa Kortekaas für eine Überraschung. Die Niederländerin zeigte eine beeindruckende Vorstellung und distanzierte die amtierende Siegerin 'Pili' Fernández bereits am ersten Tag um über 20 Minuten. Ihre unbändige Geschwindigkeit, die sie normalerweise auf der Ebene zeigt, konnte sie auch in den Bergen abrufen. Die Fahrerin von Massi ISB Sport INVERSE erreichte als Erste in der weiblichen Gesamtklassement und belegte im Gesamtklassement einen beachtlichen 14. Platz – nur zwei Minuten hinter einem erfahrenen Ex-Profi wie Jonathan Castroviejo. Eine Leistung, die ihresgleichen sucht.
“Ich war gar nicht bewusst, wie schnell ich war”, gestand Kortekaas nach dem Rennen. “Ich dachte, ich wäre langsamer. Mir ging es gut, aber nicht zu 100 Prozent.”

Was die zweite etappe bringt: der saghro-marokko
Morgen steht die klassische Saghro-Etappe an, mit 1.550 Höhenmetern. Die Fahrer werden von Boumalne Dades aus starten und sich über 105 Kilometer durch das anspruchsvolle Gelände kämpfen. Ein langer, spektakulärer Abstieg in ein tiefes Flussbett wird die Athleten auf eine harte Probe stellen. Die Etappe endet im ersten Basislager dieser Ausgabe der Škoda Titan Desert Morocco, ein weiterer Schritt hin zu den legendären Dünen von Merzouga.
Die kommenden Etappen versprechen weitere spannende Duelle und werden zeigen, wer sich am Ende den Titel sichern kann. Die Königsetappe, die mit ihren Dünen und der Hitze die größte Herausforderung darstellen wird, könnte den Ausschlag geben.
