Tischtennis-finale: bergneustadt fordert düsseldorf – außenseiter mit durchsetzungsvermögen!

Frankfurt – Ein faustdicker Paukenschlag beim Tischtennis-Final Four: Der TTC Schwalbe Bergneustadt, lange als Underdog gehandelt, hat Borussia Düsseldorf in die Knie gezwungen und den Kampf um die Deutsche Meisterschaft weiter offen gehalten. Am Samstagabend in der Süwag Arena lieferten die Bergstädter eine beeindruckende Leistung und stellten den Favoriten vor eine schwere Aufgabe.

Düsseldorfs titelträume gefährdet

Düsseldorfs titelträume gefährdet

Für Düsseldorf, das in den vergangenen Saisons immer wieder knapp scheiterte, ist es bereits der dritte verpasste Titelversuch in dieser Saison. Zuvor war dem Team um den chinesischen Superstar Fan Zhendong sowohl im Pokal als auch in der Champions League der Stolperstein Saarbrücken begegnet. Der Olympia-Sieger von Paris wird erst in der kommenden Saison für Düsseldorf spielen, doch der Anspruch, die Meisterschaft zu erringen, ist ungebrochen.

Trainer Danny Heister hatte vor dem Spiel gewarnt: „Saarbrücken ist sehr stark, und Bergneustadt ist gefährlich. Sie waren in der Hauptrunde nah dran am Sieg.“ Seine Worte erwiesen sich als zutreffend. Bergneustadt, dessen Spieler Benedikt Duda die beste Bilanz der Hauptrunde aufweisen konnte, nutzte seine Chance und zeigte, dass man sich auf ihn verlassen kann.

Dudas Dominanz und Bergneustadts Überraschungen

Besonders der 12. Spieltag, an dem Bergneustadt bereits mit 2:0 führte, bevor Düsseldorf noch den Rückstand umkehrte, ließ Heister den Respekt vor dem Gegner erkennen. Doch es sind nicht nur eigene Erfahrungen, die Düsseldorf vor der Aufgabe warnen. Bergneustadt hatte es bereits in der Liga geschafft, den Topfavoriten Saarbrücken gleich zweimal zu bezwingen. „Am Anfang der Saison hat nur das Team daran geglaubt, dass wir hier hin kommen können“, so Trainer Frederik Duda, Bruder des Spitzenspielers Benedikt, im WDR-Interview.

Frederik Duda betonte, dass das Team nicht nur ein schönes Spiel liefern, sondern vor allem gewinnen will. „Natürlich sind wir etwas in der Außenseiterrolle, aber wir haben in der Saison gezeigt, dass wir zurecht hier stehen.“

Heister unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der Düsseldorf das Finale nimmt: „Du musst mit der bestmöglichen Aufstellung spielen, du kannst nicht taktieren gegen den TTC. Wir müssen unser bestes Tischtennis auf den Tisch legen.“

Obwohl Düsseldorf eigentlich zu den Spielen per Bahn reist, entschied sich das Team, aufgrund der kurzen Wege zum Training, für die Anreise mit dem Bus. Das zeigt die Konzentration des Teams auf das bevorstehende Spiel.

Mit dem Sieg hat Bergneustadt nicht nur Düsseldorf vor eine Herausforderung gestellt, sondern auch bewiesen, dass im Tischtennis alles möglich ist. Die Spannung im Kampf um die Meisterschaft ist kaum zu überbieten, und das Final Four verspricht ein spannendes Finale.