Timberwolves zertrümmern denver – jokic-explosion spaltet die liga
Minnesota schlägt Denver 112:96 und steht vor dem Achtelfinal-Einzug. Doch die Schlagzeile liefert Nikola Jokic: 7,2 Sekunden vor Ende rast der MVP hinter Jaden McDaniels her, rammte den Forward an der Bande und löst eine Massenschlägerei aus. Ergebnis: Jokic und Julius Randle fliegen mit technischer Fouls vom Feld – die Liga prüft nun Nachsperren.
Die szene, die alle reden lässt
Spiel eigentlich gelaufen, 14 Punkte Vorsprung auf der Anzeigetafel. McDaniels nimmt den Ball, läuft allein auf den Korb, Jokic sieht Rot. „Wie ein Stier, der das Tuch wittert“, beschreibt es ein mitgereister Scout. Der Serbe jagt den Wolf, stößt ihn ins Aus, danach geht’s rund. Randle rückt zur Absicherung heran, beide Teams verheddern sich, Referees trennen mit Mühe. Nach Videobeweich: Jokic und Randle raus, McDaniels bleibt – für viele Fans ein Witz.
Rudy Gobert zuckt mit den Schultern. „Playoff-Feeling eben. Wer denkt, dass man bei laufender Uhr einfach dribbelt, um Zeit abzulaufen, hat die Playoffs nicht verstanden.“ Die Aussage ist mehr als ein Seitenhieb gegen Jokic, der sich post-game nicht äußerte.

Timberwolves dominieren, verlieren aber zwei schlüssel
Abseits des Tumults lieferte Minnesota eine Lehrstunde in Sachen Defense: Jokic und Jamal Murray schafften nur 37 gemeinsame Punkte bei 35 Prozent Feldwurfquote. Anthony Edwards (28 Punkte, 8 Assists) zog bis zum 8. Viertel die Fäden, musste dann aber mit Oberschenkelproblemen raus. Schlimmer traf es Donte DiVincenzo – Sprunggelenk umgeknickt, MRT-Termin steht noch aus. Coach Chris Finch atmet auf: „Wir haben die Nuggets an die Wand gespielt, aber die Preise werden täglich teurer.“
Mit 3:1 in der Serie kann Minnesota bereits am Montag in der Ball Arena den Sack zumachen. Die Nuggets stehen vor dem ersten Erstrunden-K.o. seit 2021, obwohl sie als Titelverteidiger gestartet sind.

Liga prüft eskalation – denver droht der k.o.-doppelpack
Laut Insidern will die NBA heute Nacht Sperren für Jokic und möglicherweise Randle prüfen. Verliert Denver Spiel 5, dürfte der Center ohnehin die Sommerpause früher antreten – ein Imageschaden für die Liga, die um ihre europäische Supermarke bangt.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Minnesota outrebounded Denver 52:38, erzielte 18 Fast-Break-Punkte und traf 14 Dreier bei 39 Prozent. Denver? Nur neun Dreier, dazu 16 Ballverluste, die direkt in 24 Gegenpunkte mündeten. „Wir wurden erwischt“, sagt Murray knapp. „Jetzt heißt es nach Hause, packen oder abfliegen.“
Die Timberwolves reisen mit Schwung – und mit einem wütenden Jokic im Nacken. Spiel 5 wird nicht nur über die Saison der Nuggets entscheiden, sondern auch darüber, wie viel Feuer die Liga noch duldet. Minnesota hat den Zünder bereits gezogen.
