Wm-schock: tunesien feuert lamouchi nach blamabler pleite!
Nur ein Spiel reichte: Sabri Lamouchi musste gestern Abend seinen Job als Nationaltrainer Tunesiens nach der desaströsen 1:5-Niederlage gegen Schweden abrupt beenden. Ein Schock für die tunesische Fußballszene und ein dramatischer Start in die Weltmeisterschaft 2026.

Renard übernimmt das ruder im sturm
Der Tunesische Fußballverband (FTF) bestätigte die Entlassung am heutigen Morgen, nur zwei Tage nach dem demütigenden Debakel. Als Nachfolger wurde umgehend Hervé Renard präsentiert, ein Mann, der sich bereits beim Afrika-Cup einen Namen gemacht hat. Der Franzose soll das Team ab Dienstag in Monterrey übernehmen und schnellstmöglich für Ernüchterung sorgen.
Die Entscheidung ist brisant, denn Lamouchi war erst im Januar diesen Jahres als Trainer eingesetzt worden – und damit bereits der fünfte Mann auf der Trainerbank seit 2024. Eine Achterbahnfahrt der Emotionen für die Fans, die in der kurzen Amtszeit nur einen einzigen Sieg gegen Haiti bejubeln konnten. Die WM-Generalprobe gegen Belgien endete in einer klaren 0:5-Schlappe, ein deutliches Zeichen der fehlenden Harmonie und taktischen Klarheit.
Die Personalrochade ist bezeichnend für eine Nation, die seit Jahren mit der Trainerfrage hadert. Sami Trabelsi musste bereits nach dem Achtelfinal-Aus beim Afrika-Cup das Segel streichen. Lamouchi folgte ihm, bevor nun Renard die Chance erhält, das Ruder zu übernehmen. Der Druck ist immens, denn das nächste Spiel gegen Japan am Sonntag steht bereits an.
Es ist bereits der zweite Fall in der tunesischen WM-Geschichte, in dem ein Trainer während des Turniers seinen Job verliert. 1998 musste Henryk Kasperczak nach zwei Niederlagen abreisen. Doch die Situation ist komplexer als damals. Die Erwartungen sind hoch, und ein weiterer Fehlstart könnte die WM-Ambitionen Tunesiens im Keim ersticken. Renard muss jetzt liefern, um das Team zu stabilisieren und den tunesischen Fans wieder Hoffnung zu geben.
Die Aufgabe, die Mannschaft zu einem funktionierenden Ganzen zu formen, wird vor allem durch die schwierige Gruppe erschwert, in der neben Japan auch die Niederlande auf Tunesien warten. Ein frühes Ausscheiden wäre ein schwerer Schlag für den tunesischen Fußball. Die nächsten Tage werden entscheidend sein.
