Wm 2026: gruppe g – belgische sterne, ägyptische hoffnungen und ein iranischer balanceakt

Die Auslosung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat eine Gruppe G hervorgebracht, die auf dem Papier eine interessante Mischung aus etablierten Kräften und ambitionierten Herausforderern verspricht. Belgien, als vermeintlicher Favorit, muss sich gegen Ägypten, den Iran und Neuseeland behaupten – ein Duell, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert, insbesondere angesichts der geopolitischen Lage.

Belgien: wiedergutmachung nach dem schock von 2022

Die Roten Teufel, angeführt vom brillanten Kevin De Bruyne und dem explosiven Jérémy Doku, wollen den bitteren Vorrunden-Aus von 2022 vergessen machen. Ihre Qualifikation war beeindruckend, ungeschlagen dominierten sie ihre UEFA-Gruppe. Doch das Erreichen der K.o.-Phase wird keine Selbstverständlichkeit sein. Die Konkurrenz ist größer als es scheint und der Druck, den Schatten des Jahres 2022 zu überwinden, lastet schwer auf der Mannschaft von Trainer Rudi Garcia.

Ägypten: die pharaonen suchen nach dem durchbruch

Ägypten: die pharaonen suchen nach dem durchbruch

Ägypten, mit einer makellosen Bilanz in der Afrika-Gruppe A, reist als ernstzunehmender Gegner nach Nordamerika. Vier WM-Teilnahmen sind bisher ohne Achtelfinaleinzug geblieben – ein Fluch, den die Pharaonen nun brechen wollen. In einer offenen Gruppe birgt dieses Turnier die vielleicht größte Chance seit langem, die Vorrunden-Hürde zu überwinden. Die Hoffnung ruht auf einer soliden Defensive und taktischer Disziplin.

Iran: zwischen politik und fußball – eine fragile teilnahme

Iran: zwischen politik und fußball – eine fragile teilnahme

Die Qualifikation des Iran war dramatisch, ein 2:2 gegen Usbekistan sicherte den zweiten Platz in der AFC-Gruppe A. Doch die politische Lage, insbesondere die angespannten Beziehungen zu den USA, sorgte für Unsicherheit bezüglich der Teilnahme. Die Entscheidung, in Mexiko zu trainieren, ist ein deutliches Zeichen der Notwendigkeit, sich von den politischen Spannungen zu distanzieren. Es bleibt abzuwarten, ob die Mannschaft unter diesen Umständen ihr volles Potenzial entfalten kann. Die Teilnahme selbst ist schon ein Erfolg, der sportliche Aspekt wird zweitrangig.

Neuseeland: ein historischer moment für den ozeanischen fußball

Neuseeland: ein historischer moment für den ozeanischen fußball

Neuseeland, das erstmals ohne Playoff-Modus direkt für die WM qualifiziert ist, erlebt einen historischen Moment. Die Ausweitung der WM-Teilnehmerfelder hat dem ozeanischen Fußball erstmals eine echte Chance eröffnet. Drei frühere WM-Teilnahmen endeten mit drei Remis und dem Ausscheiden in der Vorrunde. Ob es 2026 besser wird, ist fraglich, doch die „All Whites“ werden mit Stolz und Leidenschaft in Mexiko spielen.

Die Gruppe G verspricht ein spannungsgeladenes Turnier. Belgien wird sich anstrengen müssen, um seine Favoritenrolle zu bestätigen, während Ägypten, der Iran und Neuseeland die Möglichkeit haben, die Roten Teufel zu ärgern und überraschende Ergebnisse zu erzielen. Die politische Unsicherheit des Iran und der Faktor Glück werden in dieser Gruppe eine entscheidende Rolle spielen.