Wendl & arlt: olympia-abschied in cortina – königssee als karriereende geplant

Olympia-gold als letzter einzelwettkampf

Tobias Wendl und Tobias Arlt, Deutschlands erfolgreichste Winterolympioniken, haben nach dem Gewinn der Goldmedaille mit der Teamstaffel in Cortina d’Ampezzo ihren Rücktritt vom individuellen Olympia-Wettkampf angekündigt. Der 38-jährige Wendl machte deutlich: „Das war unser letzter olympischer Lauf.“ Eine achte und neunte Goldmedaille sollen nicht mehr folgen. Die beiden Rodler blicken nun auf ein Karriereende am Königssee.

Rückkehr zum ursprung: königssee als ziel

Rückkehr zum ursprung: königssee als ziel

„Wir wollen da aufhören, wo wir das Rodeln begonnen haben“, betonte Wendl. Der Wiederaufbau der Bahn am Königssee ist allerdings noch nicht abgeschlossen, was die Planung etwas erschwert. Die Rodel-WM 2028 ist dort geplant, der Fertigstellungstermin könnte sich aber bis 2029 verzögern, wie das Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilte. Trotz der Unsicherheit hoffen Wendl und Arlt auf einen würdigen Abschied.

Historischer erfolg in cortina

Historischer erfolg in cortina

Mit dem Sieg in der Teamstaffel haben Wendl und Arlt ihre ohnehin beeindruckende Bilanz weiter verbessert und sind nun gemeinsam mit Natalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) die erfolgreichsten deutschen Winterolympioniken mit jeweils sieben Goldmedaillen. Zuvor hatten sie bereits die Bronzemedaille im Doppelsitzer gewonnen. Dieser Erfolg unterstreicht ihre lange und erfolgreiche Karriere im Rodelsport.

Die karriere im überblick

Die Karriere von Wendl und Arlt ist geprägt von zahlreichen Erfolgen auf internationaler Ebene. Sie gehören zu den prägendsten Figuren im deutschen Rodelsport. Ihre Konstanz und ihr Teamgeist haben sie zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte gemacht. Die Entscheidung, am Königssee zu enden, ist ein klares Bekenntnis zu ihren Wurzeln.

Herausforderungen beim wiederaufbau des königssee

Die Kunsteisbahn am Königssee wurde im Juli 2021 durch ein heftiges Unwetter und Überschwemmungen schwer beschädigt. Der Wiederaufbau gestaltet sich als komplexes Projekt, das Zeit und erhebliche finanzielle Mittel erfordert. Die Verzögerungen sind für Wendl und Arlt eine zusätzliche Herausforderung, da sie ihren Abschied von der Rennbahn dort feiern möchten.

Blick in die zukunft

Auch wenn die genaue Zeitpunkt ihres Rücktritts noch unklar ist, steht fest, dass Wendl und Arlt ihre Karriere mit einem letzten Lauf am Königssee krönen möchten. Bis dahin werden sie sich weiterhin auf ihre Wettkämpfe konzentrieren und alles geben, um ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte zu vervollständigen. Der deutsche Rodelsport verliert mit ihnen zwei absolute Ausnahmesportler.

Reaktionen und rückblicke

Die Nachricht von ihrem bevorstehenden Rücktritt löste in der Sportwelt große Bestürzung und Anerkennung aus. Zahlreiche Kollegen und Funktionäre würdigten ihre Leistungen und ihren Beitrag zum deutschen Rodelsport. Wendl und Arlt haben mit ihrer Leidenschaft und ihrem Engagement viele Fans begeistert und inspiriert.