Vbl grand final: rieck kämpft um titelverteidigung – dahman im torrausch!
Überraschend gab es beim VBL Grand Final in Gruppe 1 keine klaren Abräumer, doch Titelverteidiger Levy Finn Rieck hat sich gegen Yuval Blizovsky durchgesetzt und seine Hoffnungen auf die Verteidigung des Titels am Leben erhalten. Ein dramatisches Duell, das die Entscheidung um den Einzug in die Zwischenrunde besiegelte.
Die schweizer runde als alles-oder-nichts-spiel
Die Spannung war kaum zu überbieten, als sich Rieck und Blizovsky in der letzten Schweizer Runde gegenüberstanden. Für beide Spieler stand enorm viel auf dem Spiel: Der Verlierer war bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden, während der Sieger weiterhin von der Chance träumen durfte, Deutscher Einzelmeister zu werden. Nach zwei enttäuschenden Auftaktniederlagen hatten sich beide Spieler in der dritten Partie noch einmal zurückgekämpft und alles auf die entscheidende vierte Begegnung gesetzt.
Und hier bewies 'levyfinn' seine Klasse. Mit einem knappen 5:3-Sieg gegen den Israeli vom SC Paderborn sicherte sich der Leipziger den Sieg und damit den Einzug in die Zwischenrunde. Für Blizovsky hingegen bedeutet diese Niederlage das vorzeitige Ausscheiden aus dem Turnier. Ein jähes Ende seiner Hoffnungen auf den deutschen Einzelmeistertitel.
Rieck muss sich noch beweisen: Auch wenn er sich für die Zwischenrunde qualifiziert hat, steht 'levyfinn' vor einer schweren Aufgabe. Dort treffen sie auf starke Gegner wie Leverkusens Marc Landwehr, Bochums Jamie Bartel und DFB-ePokalsieger Jannis Pütz. Der Weg zur Titelverteidigung ist noch lang und steinig.

Dahman's offensiv-explosion
Während Rieck sich noch wappnen muss, können andere Spieler bereits auf eine erfolgreiche Gruppenphase zurückblicken. Allen voran Nassim Dahman, der mit drei Siegen in die nächste Runde einzieht. Der Freiburger präsentierte sich in beeindruckender Form und traf in seinen vier Partien gleich 39 Mal. Seine Gegner, darunter auch Rieck (3:14) und Allocca (3:10), wurden regelrecht von ihm überrollt. Die Torstatistik spricht eine deutliche Sprache: Dahman ist in Topform und wird in der Zwischenrunde ein ernstzunehmender Konkurrent sein.
Auch Arda Gümüs vom FCH schaltete mit einer starken Leistung ein und erzielte 38 Tore. Sein 15:6-Sieg gegen Ben Ludwig vom St. Pauli war dabei die torreichste Begegnung der Gruppe 1. Es war eine Gruppenphase, die von hohen Ergebnissen und spannenden Duellen geprägt war.
Ausgeschieden sind neben Blizovsky auch Elversbergs Rick Mietzsch, Hannovers Riad Fazlija, Kaiserslauterns Ruben dos Santos Pereira und der Kieler Wildcard-Cup-Sieger Ermin Bukvic. Ihre Titelträume sind geplatzt, während die anderen Spieler weiterhin auf ihren großen Moment hoffen.
Am Mittwochabend werden in Gruppe 2 weitere Achtelfinalisten und die restlichen Spieler für die Zwischenrunde ausgespielt. Mit Spannung erwartet man die Auftritte von Umut Gültekin, Berkay Demirci und Koray Kücükgünar. Das VBL Grand Final 2026 verspricht, noch größer und spannender zu werden, mit einer längeren Endrunde, die sich über anderthalb Wochen erstreckt.
Die Leipziger haben bewiesen, dass es auch in der eSport-Szene nicht immer der große Favorit gewinnt. Es ist die Leidenschaft, die Hingabe und der unbedingte Wille zum Sieg, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Rieck wird diese Lektion mitnehmen und sich noch einmal pushen, um seine Titelverteidigung zu realisieren.
