Travis hunter: jaguars setzen auf spezialisierung – cornerback als zukunft
Travis hunter: jaguars setzen auf spezialisierung – cornerback als zukunft
Travis Hunter, einst als eines der aufregendsten Experimente der NFL gehandelt, soll sich bei den Jacksonville Jaguars künftig stärker auf die Position des Cornerbacks konzentrieren. Nach seiner ersten Saison, die durch eine schwere Knieverletzung unterbrochen wurde, deutet sich ein klarer Strategiewechsel ab. Die Jaguars scheinen sich auf seine defensiven Fähigkeiten fokussieren zu wollen.
Hunter zwischen offense und defense: eine bilanz
In seiner Rookie-Saison verbrachte Hunter laut Daten von PFF 323 Snaps in der Offense und 162 in der Defense – fast doppelt so viele als Receiver im Vergleich zum Cornerback. Die Verletzung zwang ihn zu einer Pause, doch nun planen die Jaguars offenbar, ihn primär als Starting-Cornerback einzuplanen und defensiv Vollzeit einzusetzen. Der Einsatz in der Offense soll auf spezielle Situationen beschränkt bleiben.

Mehr bedarf in der secondary
Dieser Kurswechsel spiegelt Aussagen von General Manager James Gladstone wider, der bereits vor einem Monat andeutete, dass der aktuelle Kader eher einen größeren Bedarf auf der Cornerback-Position aufweist als bei den Wide Receivern. Obwohl Hunter weiterhin auf beiden Seiten des Feldes eingesetzt werden soll, verschiebt sich der klare Schwerpunkt. Die Jaguars haben durch den Trade für Jakobi Meyers ihre Receiver-Position bereits verstärkt.

Rookie-saison blieb hinter den erwartungen zurück
Sportlich gesehen blieb Hunters erstes Jahr hinter den Erwartungen an einen Spieler, der als Second Overall Pick ausgewählt wurde. Er verzeichnete 28 Receptions für 298 Yards und einen Touchdown in der Offense. Defensiv gelangen ihm 14 Tackles und zwei abgewehrte Pässe, jedoch keine Interception. Der erhoffte Einfluss als Zwei-Wege-Spieler blieb aus. Sein bestes Spiel zeigte er kurz vor der Verletzung gegen die Los Angeles Rams, mit seinem ersten Receiving-Touchdown und einem 100-Yard-Spiel.
Strategischer kurswechsel: weniger doppelbelastung
Die Entscheidung, Hunter primär als Cornerback einzusetzen, ist ein strategischer Schritt. Zwei-Wege-Spieler sind in der modernen NFL selten, da die körperliche Belastung und die taktische Vorbereitung enorm sind. Die Jaguars wollen Hunter nun defensiv Konstanz verleihen und ihn in der Offense gezielt für Matchup-Probleme einsetzen. Dies reduziert die Doppelbelastung und ermöglicht ihm, sich voll auf seine Hauptaufgabe zu konzentrieren.
Einordnung: klarheit statt experiment
Travis Hunter bleibt ein faszinierendes Talent, doch die Jaguars setzen nun auf Klarheit. Ein Vollzeit-Cornerback mit gelegentlichen Einsätzen in der Offense könnte der Weg sein, um sein Potenzial effizienter zu nutzen. Nach einer enttäuschenden Rookie-Saison steht Hunter nun vor einem entscheidenden zweiten Jahr. Die Erwartungen sind klar definiert, und er muss nun beweisen, dass er als Starting-Cornerback den Unterschied machen kann.
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