Tirante und jódar: die überraschungen, die sinner bei den french open ärgern könnten!

Rom – Jannik Sinner scheint auf dem Weg zu seinem fünften Grand-Slam-Titel bei den French Open zu sein, doch die Sandplatzsaison zeigt: Auch ohne den verletzten Carlos Alcaraz lauern im Schatten des italienischen Dominators gefährliche Konkurrenten. Thiago Tirante und Rafael Jódar haben sich in Rom in den Fokus gespielt und könnten in Paris für eine Sensation sorgen.

Tirante: vom junior-star zum sandplatz-joker

Thiago Agustín Tirante, der 25-jährige Argentinier, ist der Inbegriff einer überraschenden Erfolgsgeschichte. Nach einer vielversprechenden Juniorenzeit, in der er 2019 sogar die French Open im Doppel gewann und das Jahr als Nummer eins abschloss, blieb der Durchbruch im Profibereich lange aus. Doch nun scheint sich der Knoten gelöst zu haben. Sein Sieg über den Lokalmatador Flavio Cobolli in Rom, der ihm selbstbewusst erklärte: „Mir bedeutet das sehr viel. Das ist das beste Jahr meiner Karriere“, ist nur die Spitze des Eisbergs.

Neun von zehn seiner schnellsten Aufschläge beim Masters von Rom sprechen eine deutliche Sprache. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 238 km/h ist er auf dem Platz eine Macht. Seine Fähigkeit, etablierte Namen wie Cobolli, Ben Shelton und Tommy Paul auszuschalten, unterstreicht seine Ambitionen. Aktuell auf Platz 69 der Weltrangliste, wird er nach Rom eine neue persönliche Bestmarke feiern.

Doch es ist nicht nur seine Geschwindigkeit, die Tirante auszeichnet. Seine Aufschlagstärke macht ihn nahezu unantastbar im eigenen Service. Nur zwei Breaks kassierte er in Rom – ein Beweis für seine mentale Stärke und taktische Finesse. Gegen Daniil Medvedev, seinen nächsten Gegner, wird er alles daran setzen, seine Form zu bestätigen und den US-Open-Sieger von 2021 zu ärgern.

Jódar: das wunderkind, das sinner bereits herausgefordert hat

Jódar: das wunderkind, das sinner bereits herausgefordert hat

Rafael Jódar, gerade einmal 19 Jahre alt, ist ein weiteres Talent, das auf dem Sandplatz aufblüht. Mit 14 Siegen in 16 Partien hat er eine beeindruckende Saison hingelegt, inklusive eines Titels in Marrakesch und dem Einzug ins Halbfinale von Barcelona. Seine Konstanz auf rotem Belag ist bemerkenswert – er scheint den Platz wie selbstverständlich zu beherrschen.

Selbst Sinner musste sich ihm beugen, zumindest in Teilen. Im Viertelfinale von Madrid konnte Jódar dem Weltranglistenersten ein anspruchsvolles Match bieten, wie Sinner selbst zugab: „Es gab Momente, in denen ich auf Augenhöhe mit ihm mithalten konnte.“ Jódar, der bereits als gesetzt in Roland-Garros feststeht, ist ein ernstzunehmender Kandidat für eine Überraschung.

Seine beeindruckende Bilanz und die Fähigkeit, auch unter Druck Leistung zu bringen, machen ihn zu einem gefährlichen Gegner für jeden Spieler. Er ist nicht mehr nur ein Talent, sondern ein Spieler, der auf der ATP-Tour richtig eingeschlagen hat.

Während Sinner als klarer Favorit in Paris ins Rennen geht, zeigen Tirante und Jódar, dass die French Open 2026 alles andere als ein Selbstläufer werden. Die Sandplatz-Saison hat bewiesen: Überraschungen sind immer möglich, und die jungen Wilden sind bereit, die etablierte Ordnung herauszufordern.