Szubarczyk schreibt snooker-geschichte: jungster qualifikant stürmt ins rampenlicht
Sheffield bebte gestern: Der 15-jährige Michal Szubarczyk hat bei der Qualifikation zur Snooker-Weltmeisterschaft Geschichte geschrieben. Mit seinem Sieg über die Ex-Weltmeisterin Onyee Ng katapultierte der junge Pole nicht nur sich selbst ins nächste Qualifikationsrund, sondern brach auch einen Rekord, der das Snooker-Universum in Aufruhr versetzt.

Ein wunderkind, das den druck liebt
Szubarczyk, gerade einmal zwei Monate und 25 Tage jung, ist nun der jüngste Spieler, dem es gelang, die Qualifikationshürde für die WM zu nehmen. Sein selbstbewusster Kommentar nach dem Match – „Ich genieße den Druck und die Erwartungen“ – lässt erahnen, dass dieser junge Mann nicht nur Talent, sondern auch eine außergewöhnliche mentale Stärke besitzt. Die Konkurrenz mag ihn belächelt haben, doch Szubarczyk hat mit seinem Spiel bewiesen, dass man ihn ernst nehmen muss.
Die Zahl spricht für sich: Der frühere Weltmeister Mark Williams, der Szubarczyk seit Jahren beobachtet, schwärmte in höchsten Tönen von ihm: „Ich habe ihn bei U18-Turnieren gesehen. Er sticht heraus, ganz klar.“ Williams’ Sohn reist eigens zu den Turnieren, um das Wunderkind zu beobachten. Eine Aussage, die die außergewöhnliche Begabung des jungen Polen unterstreicht.
Doch der Weg zum Crucible Theatre ist noch weit. In der nächsten Runde trifft Szubarczyk auf Sanderson Lam, und sollte er auch dieses Duell für sich entscheiden, wartet bereits Vafaei Hossein. Aber eines ist klar: Michal Szubarczyk hat mit seinem Auftritt in Sheffield gezeigt, dass er nicht nur ein großes Talent ist, sondern auch der Snooker-Sport einen neuen Star hervorgebracht hat.
Die Frage ist nicht, ob er es in diesem Jahr schaffen wird, sondern wann er das Snooker-Parkett des Crucible Theatre dominieren wird. Denn Szubarczyk träumt bereits vom großen Triumph, und wer weiß, vielleicht sehen wir ihn schon im kommenden Jahr als ernsthaften Titelanwärter.
